Von Monstern und Marco Polo – Eine kurze Kulturgeschichte der Pasta.

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Die Pasta kann auf eine lange und kuriose Geschichte zurückblicken.

Lang, kurz, eckig, rund: Nudeln gibt es in unzähligen Variationen.

Inzwischen werden sie sogar unter anderem aus Erbsen und Linsen hergestellt.

Aus der Küche: Spaghetti, Rigatoni, Tortellini und Co.

kaum auszuschließen.

Die Geschichte der Pasta ist Jahrtausende alt und ein wenig kurios.

Die Italiener zum Beispiel haben sie gar nicht erfunden, aber die Chinesen schon.

Und neben einer deutschen Nudelkönigin gibt es sogar eine Art Konfession, die ein Monster der Nudeln anbetet.

Lange Zeit glaubte man, dass der Entdecker Marco Polo im 13. Jahrhundert die Kunst der Nudelherstellung erfunden habe.

Jahrhundert von Asien nach Europa.

Heute gehen Historiker jedoch davon aus, dass die Geschichte der Teigwaren in Italien in der Antike begann.

Bei Ausgrabungen entlang des Gelben Flusses entdeckten sie eine Nudelpflanze aus dem 4.

000 Jahre alte Schale – wahrscheinlich die älteste Pasta der Welt.

In der Mitte des 12.

Jahrhunderts berichtete der muslimische Geograph und Botaniker Al-Idrisi über die Herstellung von fadenförmigen Nudelstreifen in der Nähe von Palermo.

Anthropologen fanden 2005 heraus, dass der Ursprung dieser Delikatessen nicht in Italien, sondern eigentlich in China liegt.

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Das alles wollen Sie natürlich nicht im Römischen Nudelmuseum hören.

Die Pasta stammt aus Italien und wurde 1154 in Trabia, Sizilien, in Form von Spaghetti geboren, heißt es.

Das Rezept, das die Bauern damals verwendeten, hat sich bis heute nicht geändert: Hartweizengrieß, Salz und Wasser sind nach wie vor die Zutaten für den Teig.

Heute essen die Deutschen pro Kopf und Jahr etwa acht Kilo Nudeln, 1980 waren es noch halb so viel.

Die Weltmeister im Nudelessen sind – natürlich – die Italiener: Fast 25 Kilo pro Kopf kommen dort jedes Jahr auf den Teller.

Ein paar hundert Kilometer weiter nördlich in Parma gibt es ein weiteres Nudelmuseum.

Hier werden die Arbeitsabläufe der 1877 dort gegründeten Firma Barilla – heute der größte Nudelhersteller der Welt – gezeigt.

Ein Grund für seine Beliebtheit: Ein Nudelgericht ist schnell zubereitet, solange man die Pasta nicht selbst herstellen muss.

Aber genau das lernen Urlauber zum Beispiel in Bologna – mit wissenschaftlichem Hintergrund.

Egeria di Nallo, Professorin für Soziologie an der dortigen Universität, will die traditionelle Kunst der Nudelherstellung lebendig halten.

Im Jahr 2004 gründete sie den Verein “Le Cesarine”, in dem italienische Hausfrauen ihr Wissen an Einheimische und Touristen weitergeben.

Wenn es ums Essen geht, setzen die Deutschen ihren Mitmenschen gerne eine Krone auf den Kopf.

So gibt es unter den vielen neugierigen Regenten auch eine Nudelkönigin, die alle zwei Jahre auf der Hühnerfarm in Steuden (Sachsen-Anhalt) gewählt wird.

Claudia I.

darf seit Mai 2019 das prunkvolle Kleid und die nudelverzierte Krone tragen.

Im wirklichen Leben heißt sie Claudia Zenker und ist Berufssoldatin der Bundeswehr.

Als deutsche Nudelkönigin ist sie auf Festen oder Messen unterwegs und wirbt dort für Pasta.

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