Extraterrestrisches Leben im Weltraum – Forscher glauben an den baldigen Erstkontakt.

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“Diese Frage spaltet derzeit die Forschungsgemeinschaft”, sagten die US-Raumfahrtbehörde Nasa und die Michigan Technological University, die die Debatte organisiert hat.

Sie wurde wegen der Korona-Pandemie online abgehalten, und die Wissenschaftler reichten ihre Beiträge schriftlich oder per Video ein.

Schwimmen sie unter der Eisschicht des Jupitermondes Europa? Rasen sie in Raumschiffen durch den Weltraum? Sternenastronomen aus aller Welt diskutierten am Sonntag, wo außerirdische Organismen sein könnten – und wie man sie finden kann.

Die Frage, ob es Außerirdische gibt, hat unsere Phantasie schon lange gefesselt.

Die Forscher glauben an einen ersten Kontakt in naher Zukunft.

Es ist aber unwahrscheinlich, dass es kleine grüne Männchen sein werden.

“Innerhalb der nächsten 20 Jahre werden wir große technische Strukturen im Weltraum aufspüren”, glaubt zum Beispiel der prominente US-Astronom Seth Shostak.

Der Direktor der Sternwarte des Vatikans, Guy Consolmagno, erwartet keine Raumschiffe, sondern die Entdeckung einfacher Lebensformen.

Mehrere Forscher teilen diese These.

Auf dem Mond Europa, so heißt es in vielen Beiträgen, werden wir am ehesten außerirdisches Leben finden, wenn auch nur in Form von Mikroben.

James Green, der Chefwissenschaftler der Nasa, glaubt, dass dies noch vor dem Ende des Jahrzehnts erreicht werden könnte.

Er vermutet, dass wir bald biologische Spuren in dem Wasser finden werden, das aus dem Inneren Europas in den Weltraum schießt.

“Das wäre ein starker Hinweis darauf, dass es unter der Eisdecke des Mondes Leben gibt”, schrieb Consolmagno.

Organismen und biologische Spuren statt Ufos und Aliens
Große Hoffnungen liegen in Mondeuropa
“Elektronische Intelligenz” wird die Menschheit überleben
Besonderer Jahrestag für Wissenschaftler und Astronomen

Wenn es um intelligentes Leben geht, um Außerirdische, wie wir sie aus futuristischen Romanen kennen, sind die Experten skeptischer.

Im Gegensatz zu Shostak halten es die meisten Menschen für unwahrscheinlich, dass wir solche Außerirdischen in naher Zukunft entdecken werden – selbst wenn sie von ihrer Existenz überzeugt sind.

Er weist darauf hin, dass die Erde etwa viereinhalb Milliarden Jahre alt ist – aber erst seit einigen tausend Jahren höhere Lebensformen beheimatet.

Und in nicht allzu ferner Zukunft, so Rees, könnte die Situation auf unserem Planeten anders aussehen.

“Uns wird eine elektronische Intelligenz folgen”, sagt er, “die Milliarden von Jahren überleben wird.

Der britische Astronom Martin Rees zum Beispiel glaubt, dass wir bestenfalls Signale “einer elektronischen Intelligenz” aufspüren werden, die von einer längst ausgestorbenen Zivilisation geschaffen wurde.

Denn das Zeitfenster für die Suche nach organischem Leben, argumentiert Rees, ist sehr kurz.

Auf den Tag genau 100 Jahre nach einem sensationellen wissenschaftlichen Duell tauschten die Forscher ihre Ideen aus.

Auf den Tag genau 26.

April 1920 diskutierten die US-Astronomen Heber Curtis und Harlow Shapley im Smithsonian Museum of Natural History in Washington die Frage, ob die Sonne im Zentrum der Milchstraße steht und ob es noch andere Galaxien im Universum gibt.

Inzwischen ist bekannt, dass die Anzahl der Galaxien in die Milliarden geht – und dass unser Stern in einem Seitenarm der Milchstraße, weit entfernt von ihrem Zentrum, liegt.

“Die Debatte von 1920 hat der Menschheit geholfen, sich geographisch im Universum zu verorten”, so die Organisatoren der Internet-Diskussion.

“Die Debatte von 2020 könnte der Menschheit helfen, ihren biologischen Platz zu finden.

” (legen/)

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