Emotionen managen: Gezielte Hirnstimulation dämpft den sozialen Schmerz

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Die Behandlung kann die Emotionsregulation bei Menschen mit psychiatrischen Störungen verbessern.
Die Kombination von Hirnstimulation mit einer Emotionsmanagement-Technik stumpft negative Emotionen ab, so eine kürzlich in JNeurosci veröffentlichte Studie.

Die Kombination kann die Emotionsregulation bei Menschen mit psychiatrischen Störungen verbessern.
Das Management der eigenen Emotionen ist eine Schlüsselkomponente, um schwierige Situationen zu meistern. Menschen mit psychiatrischen Störungen wie PTSD und Depression haben damit Schwierigkeiten.

Das Gehirn reguliert Emotionen durch den dorsolateralen (DLPFC) und ventrolateralen präfrontalen Kortex (VLPFC).

Die beiden Regionen arbeiten, indem sie die Aufmerksamkeit verschieben bzw. Situationen neu interpretieren. Die Nutzung der unabhängigen, getrennten Rollen dieser Regionen könnte eine neuartige Behandlung für die emotionalen Symptome psychiatrischer Störungen bieten.

Zhao et al. verstärkten die Gehirnaktivität gesunder Erwachsener mittels transkranieller Magnetstimulation, während sie Bilder von sozialem Schmerz betrachteten.

Die Teilnehmer bewerteten ihre negativen Emotionen direkt nach dem Betrachten des Bildes, nachdem sie sich abgelenkt hatten, oder nachdem sie eine positive Interpretation des Bildes gefunden hatten (reappraisal). Die Stimulierung eines der beiden Bereiche des präfrontalen Kortex verringerte die negativen Emotionen, wobei die Effekte bis zu einer Stunde anhielten. Die Kombination von DLPFC-Stimulation mit der Ablenkungsstrategie und VLPFC-Stimulation mit der Aufarbeitungsstrategie verringerte die negativen Emotionen noch stärker.

Dies deutet darauf hin, dass die Kombination von gezielter Hirnstimulation mit der passenden Regulationsstrategie die emotionalen Reaktionen bei psychiatrischen Störungen verbessern könnte.
Referenz: “The VLPFC vs. the DLPFC in Down-Regulating Social Pain Using Reappraisal and Distraction Strategies” 21. Dezember 2020, Journal of Neuroscience.
DOI: 10.1523/JNEUROSCI.1906-20.2020

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