Steingart’s Morning Briefing – Warum Elon Musk der Vertreter einer neuen Ära ist.

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Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

Die umweltfreundlichen Flitzer der Tesla-Modell-X-Serie, die Trägerrakete Falcon 9 für die Satelliten des Kommunikationszeitalters, das Raumschiff Dragon für die Vision einer Mission zum Mars.

Und er gibt uns auch Lektionen in der Kunst der Echtzeitkommunikation, die er gleichzeitig mit führenden Persönlichkeiten der Welt, Bürgermeistern und Betriebsräten durchführt.

Für den kleinen Brandenburger Jungen, der mit der Drohne über seine Gigafabrik vor Berlin flog, hatte er sogar noch einen freundlichen Tweet übrig.

Elon Musk ist der Handelsvertreter einer neuen Ära.

In seinem Sortiment finden Sie alles, wonach sich der moderne Mensch in seiner momentanen Lust sehnt:

Erst am vergangenen Dienstag war der Unternehmer zur drittreichsten Person der Welt aufgestiegen und überholte Facebook-Chef Mark Zuckerberg.

Das Märchen von Elon Musk wird mit Zahlen erzählt:

Elon Musk ist das Symbol einer Gesellschaft im Transit, die der Soziologe Helmut Rosa als “Beschleunigungsgesellschaft” charakterisiert.

Musk versteht es, zu optimieren, zu innovieren und zu maximieren – einschließlich des persönlichen Reichtums.

Gestern überholte er Bill Gates als zweitreichste Person der Welt nach der Rangliste des “Bloomberg Billionaires Index”.

Grund für den stetigen Anstieg des Aktienkurses ist die Tatsache, dass Tesla sich eifrig in die Gewinnzone gekämpft und trotz der Corona-Krise einen Rekordgewinn erzielt hat.

In den drei Monaten bis Ende September verzeichnete das Unternehmen einen Nettogewinn von 331 Millionen Dollar (279 Millionen Euro).

Dies entspricht einer Steigerung von 131 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Der Umsatz kletterte um 39 Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar.

In einer Telefonkonferenz mit Analysten kommentierte Musk die Zahlen mit entsprechendem Selbstvertrauen:

Allerdings lässt sich der aktuelle Aktienkurs nicht mit den realen Autoverkäufen rechtfertigen, die einem Bruchteil der VW-Verkäufe entsprechen.

Es sind die Erwartungen an den Anbruch des Elektrozeitalters, die sich hier materialisieren.

Die Wedbush-Studie rechnet im mittleren Szenario mit 710.

000 Tesla-Auslieferungen im kommenden Jahr, für 2022 mit 932.

000 und für 2023 mit 1,085 Millionen.

Es wird auch gesagt, dass die Marke von einer Million Tesla möglicherweise bereits 2022 überschritten werden könnte.

Zum Vergleich: Im Jahr 2019 verkaufte VW rund 10,97 Millionen Fahrzeuge.

Damit schreibt der Elektroautohersteller bereits das fünfte Quartal in Folge schwarze Zahlen.

Andererseits schreibt Tesla auch deshalb schwarze Zahlen, weil das Unternehmen Emissionszertifikate – so genannte Regulatory Credits – an andere Autohersteller verkauft, die sonst wegen ihrer Flotten, die zumeist aus Benzin- und Dieselmotoren bestehen, Bußgelder zahlen müssten.

Vor allem General Motors (GM) und Fiat Chrysler kaufen in großem Umfang Emissionsrechte vom Elektroautohersteller.

Damit rüsten sich die Konzerne für schärfere Emissionsvorschriften in den USA, denn unter dem designierten Präsidenten Joe Biden könnten die Emissionsvorschriften verschärft werden – und den Preis der Emissionszertifikate weiter in die Höhe treiben.

Tesla würde wieder einmal profitieren.

Aber auch in Europa gibt es ein entsprechendes Kooperationsabkommen zwischen Fiat Chrysler und Tesla.

Diese erlaubt es beiden Unternehmen, bei der Bewertung der CO2-Emissionen als eine Gruppe aufzutreten.

Damit kann Fiat Chrysler die schlechten Emissionswerte der eigenen Fahrzeugflotte ausgleichen.

Und Tesla sorgt dafür, dass sich das Abkommen auszahlt.

Seit 2010 hat der Elektroautohersteller durch den Verkauf von Emissionszertifikaten fast zwei Milliarden Dollar eingenommen.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag.

Es grüßt Sie ganz herzlich
Gabor-Steinzeug

Schlussfolgerung: Die Erfolgsgeschichte von Elon Musk ist echt.

Der Börsenkurs seines Unternehmens ist es nicht.

Die Tesla-Geschichte lebt von der seltenen Mischung aus Inspiration und Innovation.

Aber die Aktie lebt von Phantasie und Spekulation.

An der Wall Street wissen die Menschen, wie man Wünsche in Geld verwandelt.

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