Schädigt das Coronavirus die Venen?

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Endothel durch Vorerkrankungen geschädigt?

Schweizer Forscher haben rund 30 Koronatodesfälle autopsiert und Parallelen entdeckt: Viele der untersuchten Personen litten an Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, koronarer Herzkrankheit, Herzinsuffizienz, Diabetes oder Fettleibigkeit. Ein geschädigtes Endothel ist eine bekannte Begleiterscheinung dieser Erkrankungen.

Endothelzellen sterben ab

Die Gewebeproben der Toten zeigen, dass die Infektion mit sars-CoV-2 nicht nur eine Lungenentzündung verursachte, sondern auch die Gefäße in anderen Organen befallen hat. Die Patienten hatten kardiovaskuläre Probleme und erlitten schließlich ein so genanntes Multiorganversagen. Die Endothelzellen wurden offenbar in Lunge, Herz und Darm am stärksten zerstört. Forscher und Zürich konnten den Zelltod sogar unter dem Elektronenmikroskop nachweisen.

Coronavirus greift das Endothel an

Das Coronavirus gelangt über den Atemtrakt und die Lunge in den Körper und erreicht über den Blutkreislauf alle Organe. Dort kann es das Endothel, die Innenhaut der Blutgefässe, schädigen oder sogar zerstören, wo eine Entzündung entsteht. Die Endothelzellen können das Organ nicht mehr mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Dies kann zu Herz-Kreislauf-Problemen und Organversagen führen.

Das Coronavirus gibt Wissenschaftlern und Ärzten immer noch viele Rätsel auf. Zunächst gingen die Experten davon aus, dass Covid-19 nur eine Lungenkrankheit ist – ähnlich wie die Grippe. Aber das Virus kann offenbar auch Blutgefässe schädigen.

Blutgerinnsel und Entzündungen in den Gefäßen

Forscher haben Menschen, die an Covid-19 gestorben sind, autopsiert und Blutgerinnsel in den Gefäßen verschiedener Organe entdeckt. Die Forscher entdeckten auch Entzündungen an der Innenauskleidung der Gefäße. Die Endothelzellen sind an der Kontrolle des Blutdrucks, des Blutflusses und der Blutgerinnung beteiligt.

Verhinderung von Blutgerinnseln mit Covid-19

Um Blutgerinnsel zu verhindern, geben Ärzte den Covid-19-Patienten unter anderem Blutverdünner. Außerdem versuchen sie, die Vermehrung der Viren zu hemmen und die Gefäße mit Statinen zu schützen. Die schädigende Wirkung von sars-CoV-2 in den Gefäßen lässt sich jedoch mit Medikamenten noch nicht gezielt stoppen.

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