Bitcoin steigt über $23.000 als Mammut 2020 Rallye treibt Rekordhöhen

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Bitcoin hat diese Woche ein Allzeithoch erreicht. Es ist möglich, dass die Rallye noch nicht vorbei ist. Aber wer oder was steckt eigentlich hinter dem Hype? Beobachter haben eine Idee. Bitcoin traf ein neues Rekordhoch über $23,000 am Donnerstag, Verlängerung einer wilden Rallye für die Kryptowährung, die es mehr als verdreifachen im Wert in diesem Jahr gesehen hat.

Die wertvollste digitale Währung der Welt stieg um 12% auf $23,421, nach Krypto-Marktdaten-Anbieter Coin Metrics, wobei seine Jahr-to-date Gewinne auf mehr als 200%. Bitcoin hat am Mittwoch gerade erst die $20,000 Marke geknackt.

Nach mehreren Anläufen ging es am Mittwochabend plötzlich sehr schnell. Bitcoin knackte die 20.000-Dollar-Marke und kletterte in den nächsten Stunden auf über 23.500 Dollar. Aktuell pendelt der Preis der wichtigsten Kryptowährung um einen Wert von 23.000 Dollar. Innerhalb von nur einer Woche ist er um rund 5.000 Dollar gestiegen. Für das gesamte Jahr ist der Preis bisher um mehr als 200 Prozent gestiegen. Wenn man vom diesjährigen Tiefpunkt im März ausgeht, ergibt sich sogar ein Zuwachs von über 500 Prozent.

Bitcoin-Rekord: Wall-Street-Investoren auf dem Vormarsch

Für den Boom in diesem Jahr gibt es mehrere Erklärungen. So gilt die Ankündigung des Bezahldienstes Paypal, in Zukunft auch Kryptowährungen zu unterstützen, als wichtiger Meilenstein für den kometenhaften Aufstieg seit Ende Oktober. Weitere Faktoren, die sich positiv auf die Kursentwicklung auswirkten, sind die aktuelle Nullzinspolitik in Europa und den USA sowie die Corona-Krise. Beobachter sehen jedoch einen weiteren wichtigen Treiber für den Schub der letzten Tage, der letztlich für den neuen Bitcoin-Rekord verantwortlich war.

Wie CNBC berichtet, sollen finanzstarke Investoren seit September in großem Stil Bitcoins und andere digitale Währungen gekauft haben. Konkret wurden hier Konten mit mindestens 1.000 Bitcoins beobachtet, die erst seit ein paar Monaten existieren. Etwa eine halbe Million Bitcoins im Wert von rund 11,5 Milliarden Dollar sollen in den letzten drei Monaten über solche frischen Konten gekauft worden sein. Das dürfte sich für die Anleger gelohnt haben – der Bitcoin-Kurs hat sich allein in diesem Zeitraum verdoppelt.

Interesse von institutionellen Käufern nimmt zu

Die Nachfrage wird zunehmend von nordamerikanischen Investoren getrieben, wobei auch das Interesse von institutionellen Käufern steigt, so Philip Gradwell, Chefökonom der Krypto-Analysefirma Chainalysis. Das bedeutet, dass der aktuelle Boom auch auf einem ganz anderen Fundament steht als der vor drei Jahren. 2017, als der Bitcoin-Kurs ebenfalls innerhalb kurzer Zeit explodierte und der Aufwärtstrend erst bei knapp 20.000 Dollar gestoppt wurde, waren es vor allem Kleinanleger, die sich beteiligten. Diese waren nicht zuletzt an kurzfristigen Gewinnen interessiert.

Nun sollen die “mutigen” Großinvestoren von der Wall Street ihre bisher noch zögerlichen Kollegen davon überzeugt haben, dass sich ein Einstieg in die Kryptowährungen mittel- bis langfristig lohnen könnte. Einige Experten erwarten, dass sich der Aufwärtstrend der Kurse fortsetzen wird. Bis Ende 2021 sollen beispielsweise schon 50.000 Dollar drin sein. Natürlich kann der Bitcoin-Kurs auch jederzeit wieder abstürzen – zum Beispiel, wenn es zu regulatorischen Änderungen kommt. Wer in Bitcoin investieren möchte, sollte sich der hohen Volatilität bewusst sein.

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