Trump erwägt angeblich Begnadigung für Silk Road-Gründer Ross Ulbricht

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Der US-Präsident Donald Trump soll eine Begnadigung für Ross Ulbricht in Erwägung ziehen, den Gründer des inzwischen untergegangenen Dark-Web-Marktplatzes Silk Road, der eine lebenslange Haftstrafe verbüßt.

Nach einem Bericht von The Daily Beast am Dienstag, das Weiße Haus Berater Büro hat die Dokumente im Zusammenhang mit Ulbricht Fall überprüft. Unter Berufung auf drei Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, sagte der Bericht, dass Trump vor kurzem über den Fall sowie über die Plädoyers von Ulbrichts Verbündeten informiert wurde.

Basierend auf zwei der drei Personen, die mit den Diskussionen vertraut sind, fügte der Bericht hinzu, dass Trump “manchmal privat etwas Sympathie für Ulbrichts Situation ausgedrückt hat.”

Als solche hat Trump unter anderem Ulbricht für die nächste Runde von Umwandlungen und Begnadigungen vor dem Amtsantritt seines Gegenkandidaten für die Präsidentschaftswahl 2020, Joe Biden, in Betracht gezogen, so der Bericht.

Ulbricht betrieb den Dark-Web-Marktplatz Silk Road unter dem Pseudonym DPR, oder Dread Pirate Roberts, von 2011 bis 2013. Die Seite, die einst ein Milliardengeschäft für den Verkauf von Drogen und Waffen war, wurde nach der Verhaftung von Ulbricht Ende 2013 vom Federal Bureau of Investigation stillgelegt.

Im Jahr 2015 wurde er dazu verurteilt, eine doppelte lebenslange Haftstrafe ohne die Möglichkeit der Bewährung zu verbüßen.

Es ist unklar, ob oder wann die Trump-Administration eine Entscheidung über den Fall Ulbricht treffen wird. The Daily Beast sagte, dass Ulbricht Unterstützung von einigen einflussreichen Persönlichkeiten in Trumps politischem und sozialem Umfeld erhalten hat.

Hoffnung für Ross Ulbricht, die hinter Gittern für das Leben ist? US-Präsident Donald Trump erwägt angeblich eine Begnadigung für den Silk-Road-Gründer – doch das ist noch nicht beschlossene Sache.

Erst Anfang November war der Name des Darknet-Marktplatzes Silk Road wieder in aller Munde. Das US-Justizministerium hatte eine Geldbörse mit Bitcoins im Wert von einer Milliarde US-Dollar beschlagnahmt, die Hacker dem Silk-Road-Gründer Ross Ulbricht vor Jahren gestohlen haben könnten. Nun könnte Ulbricht, der 2015 zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, bald auf freiem Fuß sein.

Plant Trump, den Silk-Road-Gründer zu begnadigen?

Ulbricht soll auf einer Liste von möglichen Kandidaten stehen, die von der für scheidende US-Präsidenten üblichen Begnadigung profitieren könnten. Laut Insidern, die von The Daily Beast zitiert werden, soll das White House Counsel’s Office den Fall Ulbricht genauer unter die Lupe genommen haben. Plädoyers von Unterstützern des Silk-Road-Gründers sollen Trump zur Kenntnis gebracht worden sein. Die Insider sollen auch betont haben, dass Trump insgeheim eine gewisse Sympathie für Ulbricht hegt – und zumindest erwogen haben soll, ihn zu begnadigen.

Ob sich der Noch-US-Präsident in Ulbrichts Fall bereits entschieden hat, ist allerdings noch nicht klar. Der ehemalige Darknet-Boss, über dessen Marktplatz illegale Drogen im Wert von mindestens 183 Millionen Dollar verkauft worden sein sollen, soll jedoch Verbindungen zu Beratern bis in den engsten Kreis von Trump und seiner Familie haben. Als der ehemalige Präsident Barack Obama aus dem Amt schied, begnadigte er unter anderem die Whistleblowerin Chelsea Manning.

Berufung gegen Ulbricht-Verurteilung abgelehnt

Ulbricht, der die Plattform unter dem Pseudonym Dread Pirate Roberts betrieben haben soll, und seine Anwälte hatten übrigens 2015 nach dem Urteil Berufung eingelegt, weil es ihnen zu hart erschien. Zwei Jahre später bestätigte ein US-Gericht aber schließlich die Entscheidung der ersten Instanz. Ulbricht, dem auch vorgeworfen wurde, Auftragskiller angeheuert zu haben, um Nutzer zu ermorden, die ihn erpressen wollten, wurde letztlich nicht wegen eines Gewaltverbrechens verurteilt. Das Berufungsgericht stellte jedoch fest: “Die Tatsache, dass Ulbricht von einem Computer aus operierte, anstatt wie ein typischer Drogenboss, macht seine Verbrechen nicht weniger ernst oder gefährlich.”

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