‘Twilight’: Warum sich der erste Film wie ein Indie-Film und nicht wie ein Blockbuster anfühlt

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Es ist kein Geheimnis für Fans der Twilight-Filme, dass der erste Film stilistisch heraussticht. Er ist nicht nur der einzige Film im Franchise, der sich einer weiblichen Regisseurin rühmt, sondern hat einfach ein anderes Feeling als seine Fortsetzungen: New Moon, Eclipse, Breaking Dawn – Teil 1, und Breaking Dawn – Teil 2. Tatsächlich erzählten die Darsteller der Filme, dass sich die Dreharbeiten zu Twilight oft eher wie der Dreh eines Independent-Films (oder Indie) anfühlten als der eines Blockbusters.

Aber warum war das der Fall?

Die offensichtlichste Erklärung, warum Twilight sich so anders anfühlte als die anderen Filme der Reihe, ist natürlich das Budget. Da die Produktions- und Vertriebsfirma hinter Twilight nicht damit rechnete, dass der Film mehr als 29 Millionen Dollar einspielen würde, war das Budget für den Film extrem begrenzt.

Daher wurden viele der großen Actionszenen, die sich Catherine Hardwicke (Regisseurin des Films) ausgedacht hatte, gestrichen, bevor sie sie zum Leben erwecken konnte. Da das Studio jedoch nicht so stark involviert war, hatte Hardwicke auch mehr kreative Freiheit bei dem Projekt.

Warum sich “Twilight” im Vergleich zu den anderen Filmen wie ein Indie-Film anfühlte

“Niemand wusste, was es werden würde”, erzählte Hardwicke 2018 in einem Interview mit “The Hollywood Reporter”. “Ich hatte keine Gremien, die mir Notizen gaben; ich wurde nicht von großen Produzenten beobachtet. Ich hatte nicht den Druck, Blockbuster-Marken zu treffen. Wir hatten nicht einmal ein Testscreening, also wurde es wirklich wie ein Indie-Film gemacht.

Nach dem ersten Film wurden mehr Leute involviert und die anderen Filme wurden in größerem Umfang betreut.”

‘Twilight’: Robert Pattinson sagte einmal, dass es viele Momente gab, in denen Edward ‘sich wie ein Pus*y verhält’

Auch die Besetzung von ‘Twilight’ hatte das Gefühl, dass der erste Film des Franchise etwas Besonderes war. In einem Interview mit der Washington Post aus dem Jahr 2012 erzählte Robert Pattinson (der den grüblerischen Vampir Edward Cullen spielte), dass er die Erfahrung der Dreharbeiten zu Twilight bedeutungsvoller fand als jeden anderen Film der Reihe.

Robert Pattinson reflektierte einmal über seine Erfahrungen beim Dreh des ersten Films

“Definitiv der erste”, teilte Pattinson in dem Interview mit. “Mit großem Abstand. Es war einfach eine ganz andere Welt.

Zum einen war es einfach ein sehr, sehr spaßiger Film, der gedreht wurde. Es war schwierig und verrückt, aber die Erfahrung war so anders. Außerdem hatte ich eine wirklich große, junge Besetzung – so etwas habe ich noch nie gemacht.

Jeder war irgendwie unbekannt und hatte ein Gefühl für den Film.

Es war definitiv eine gewisse Aufregung da, dass es entweder ein totaler Reinfall werden könnte oder dass etwas damit passieren könnte.”

Offensichtlich passierte etwas Großes mit Twilight und so bekamen die folgenden vier Filme die Blockbuster-Behandlung.

Das bedeutete natürlich höhere Gehälter für alle Beteiligten, aber es bedeutete auch mehr Beteiligung der Produktionsfirma und die Auslöschung des Indie-Vibes, der bei Twilight kultiviert wurde.

Aber egal, ob die Filme wie Blockbuster oder Indies behandelt wurden, die Fans schienen jeden einzelnen von ihnen für genau das zu schätzen, was sie waren.

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