YouTube-Ripper: Der Bediener muss die Zeit im Auge behalten.

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YouTube-Ripper: Der Bediener muss die Zeit im Auge behalten.

Unsplash photo by Souvik Banerjee

Ein Bezirksgericht in den USA hat die russischen Betreiber zweier YouTube-Ripper angewiesen, detaillierte Daten über das Nutzerverhalten aufzubewahren und an die großen Plattenfirmen weiterzugeben, so ein Bericht auf der Seite TorrentFreak. Die Labels haben die Anordnung beantragt und behaupten, dass die beiden Seiten erhebliche Urheberrechtsverletzungen in den USA und anderswo begünstigen. Die größte Bedrohung, so die Plattenfirmen, seien immer noch besagte Ripper.

Einige Leute nutzen diese Dienste, die für eine Vielzahl von Dingen genutzt werden können, um kostenlose YouTube-Videos in MP3s zu konvertieren. Sie geben einen Link ein und geben Musik oder Video aus. Die Labels sind in zahlreichen Fällen gegen viele Seiten vorgegangen, wobei die meisten einfach aufgegeben haben – mit Ausnahme dieser beiden Seiten und ihres Betreibers. Vor Gericht wurde behauptet, dass US-Gerichte keine Zuständigkeit für einen russischen Site-Betreiber haben, der auf der anderen Seite der Welt Geschäfte macht.

Das Bezirksgericht stimmte der Verteidigung der Beklagten zunächst zu und wies die Klage ab. Die Plattenfirmen hingegen waren mit ihrer Berufung erfolgreich, und nachdem die Berufung des russischen Betreibers vor dem Supreme Court abgelehnt wurde, liegt der Fall nun wieder bei einem Bezirksgericht in Virginia, wo er in der Sache verhandelt werden wird. Nun sieht es so aus, dass der Betreiber verpflichtet wird, Statistiken zur Verfügung zu stellen, einschließlich Standort- und Download-Informationen, wie z.B. die am häufigsten konvertierten Musikvideo-Streams pro Monat und Jahr. Auch IP-Adressen werden erwähnt, allerdings heißt es, dass diese von den Betreibern gelöscht werden können.

Das Urteil ist “eine enttäuschende Nachricht für YouTube-Ripper-Betreiber” und “könnte für einige YouTube-Zuschauer eine Schwierigkeit darstellen”, heißt es in dem Bericht. Laut Torrentfreak, eine genaue Prüfung der Datensätze zeigt keine Hinweise darauf, dass die Etiketten beabsichtigen, bestimmte Verbraucher zu verfolgen.

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