Was das Herbst-Upgrade für Windows 10 bringt.

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Die Anzeige auf 2-in-1-Geräten
So kann es geschehen
Schlussfolgerung

Im Herbst stehen nicht nur Halloween, Kürbissuppe und Laubbläsergeheul auf dem Programm, sondern auch ein funktionales Upgrade für Windows 10-Benutzer.

Ähnlich wie beim Versionssprung von 1903 auf 1909 lassen sich die Neuerungen an einer Hand abzählen.

Einige davon betreffen die neue Version des Webbrowsers Edge, der jetzt serienmäßig mit einem Chromunterbau ausgestattet ist.

So wird der frisch eingerichtete Desktop auch nach einer sauberen Neuinstallation des Systems zunächst von einer Edge-Begrüßungsseite überlagert.

Diese kann nur nach ein wenig Interaktion – oder durch Ersticken im Task-Manager – weggeklickt werden.

Im Herbst werden Windows 10-Benutzer in den Genuss eines weiteren funktionalen Upgrades kommen.

Auf einigen Computern geht die Installation sogar schnell und schmerzlos vonstatten.

Darüber hinaus haben die Benachrichtigungen (“Toasts”) eine winzige, aber hilfreiche Überarbeitung erhalten: Sie haben jetzt einen Titel, der den Namen der Anwendung angibt – praktisch, um zu erkennen, was benachrichtigt wird.

Die kleine Schaltfläche zum Ausblenden einer Benachrichtigung, die in den neueren Editionen von Windows 10 durch einen kleinen Pfeil dargestellt wurde, zeigt jetzt wieder ein X.

Eine Änderung, die im Startmenü sofort sichtbar ist, sind die Anwendungssymbole, deren Hintergrund jetzt mit der Menüfarbe übereinstimmt; die Symbole sind nicht mehr von einer quadratischen Kachel umgeben.

Die Symbole sind nicht mehr von einer quadratischen Kachel umgeben. Dadurch ähnelt die Anzeige den Symbolen auf dem Desktop stärker und wirkt kohärenter.

Bisher wirkt sich das schönere Design allerdings nur auf die App-Liste aus und nicht auf die angehängten, großen Kacheln – wenn Microsoft das schafft, sollte es etwas schöner werden.

Apropos Edge: Die systemweit gültige Tastenkombination Alt+Tab, die zwischen Anwendungen wechselt, deckt nun auch Edge-Tabs ab.

In den Einstellungen unter “System/Multitasking” können Sie festlegen, ob Alt+Tab alle oder nur die letzten drei oder fünf Registerkarten anzeigen soll, sowie die Registerkartenanzeige komplett abschalten.

Darüber hinaus sollte die Ansicht von angehefteten Websites jetzt intuitiver sein und mit einem einzigen Klick alle offenen Registerkarten anzeigen, die zu einer angehefteten Website gehören.

Bislang konnten wir dies nicht verstehen.

In der Anwendung “Einstellungen” können Sie nun unter “System/Anzeige/Erweiterte Anzeigeeinstellungen” die Aktualisierungsrate ändern.

Die Infoseite (System/Info) hat Schaltflächen zum Kopieren der Systeminfo und eine kompaktere Statusanzeige (“Der PC wird überwacht und geschützt”).

Wenn Sie sich mit einem neuen oder bestehenden Microsoft-Konto am System anmelden, sollte Windows nun leichte KI-unterstützte Anpassungen an den werkseitig an die Taskleiste angehefteten App-Icons vornehmen.

Beispielsweise sollte anstelle der Mail-Anwendung automatisch die Anwendung “Ihr Smartphone” oder “Xbox” angeheftet werden, wenn der Benutzer während der Einrichtung eine Verknüpfung zu seinem Android-Smartphone erstellt hat oder wenn das Konto mit einem regelmäßig verwendeten Xbox-Live-Konto verknüpft ist.

Doch selbst dies konnte in unserem Test bisher nicht verifiziert werden.

Auf Geräten ohne Touchscreen erscheint die Schaltfläche “Tablet-Modus” nicht mehr in den Schnellaktionen im Infocenter.

Das macht Sinn – unserer Meinung nach hat es immer wieder zu Verwirrung und Frustration bei Benutzern geführt, die mit der Funktion nicht vertraut waren, versehentlich darauf geklickt haben und überrascht waren, dass alle Anwendungen plötzlich maximiert erscheinen.

Microsoft hat einige Anpassungen an der automatischen Umschaltung der Anzeige bei 2-in-1-Geräten vorgenommen.

Beim Abdocken oder Umdrehen der Tastatur fragt Windows nicht mehr, ob in den Tablet-Modus umgeschaltet werden soll, sondern aktiviert stattdessen den berührungsoptimierten Desktop-Modus, den Windows 10 mit Version 2004 gelernt hat.

In diesem Modus werden nur Anpassungen vorgenommen, die die Bedienung mit den Fingern erleichtern, wie z.B. ein größerer Symbolabstand und ein Bildschirmtastatursymbol auf der Taskleiste.

Wenn Sie weiterhin den Tablet-Modus verwenden möchten, in dem alle Programme zwangsweise maximiert werden, können Sie ihn in den Einstellungen unter System/Tablett wieder einschalten.

Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass auf diese Weise installierte Funktions-Upgrades nicht nur angenehm schnell ablaufen, sondern auch kaum Pannen verursachen, wie sie sonst bei den richtigen Upgrade-Installationen von Zeit zu Zeit auftreten.

Dies gilt aber nur, wenn auf dem Rechner bereits die Version 2004 läuft – ein Upgrade von der älteren Version 1909 auf 20H2 beispielsweise gehört immer zu den längeren Upgrade-Installationen.

Windows 10 Version 20H2 wird, wie das Upgrade von 1903 auf 1909, nicht als dicke Upgrade-Installation geliefert, bei der das komplette Betriebssystem im Hintergrund ersetzt wird.

Stattdessen wählt Microsoft wieder einmal einen eleganteren Weg: Seit dem Sommer hat Microsoft die neuen Funktionen einfach Stück für Stück durch kumulative Updates in der Version 2004 hinzugefügt.

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