Umweltschützer warnen vor Wasserstoff durch Atomkraft.

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Deutschland vs.

Frankreich

Mit Zustimmung der Bundesregierung könnte in der EU auch die Produktion von Wasserstoff gefördert werden, wenn dieser durch Kernenergie erzeugt wird.

Darauf weist die Strategie der Bundesregierung in ihrer derzeitigen EU-Ratspräsidentschaft hin, so der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Die grüne und nachhaltige Wasserstoffwirtschaft drohe damit in der Anfangsphase zu scheitern.

Der BUND appelliert an die Bundesregierung, während ihrer EU-Ratspräsidentschaft die Förderung von atomar erzeugtem Wasserstoff zu verhindern.

Zu diesem Thema

antwortete die Bundesregierung

im Juli dieses Jahres auf eine Frage von Sylvia Kotting-Uhl, Mitglied der Grünen im Deutschen Bundestag, wie zukünftige Zertifizierungssysteme der europäischen Wasserstoffstrategie aussehen könnten, könnte mit Atomenergie erzeugter Wasserstoff als “kohlenstoffarmer Strom” bezeichnet werden.

Was dies für die Förderung auf EU-Ebene bedeuten würde, ist derzeit allerdings noch offen.

Die Bundesregierung würde sich nach Kräften dafür einsetzen, dass Wasserstoff aus Kernenergie nicht gefördert wird.

Dies steht im Gegensatz zu Frankreich, das die Kernenergie auch für die Elektrolyse von Wasserstoff nutzen will.

“Deutschland ist aus gutem Grund aus der Kernenergie ausgestiegen.

Die Energiequelle ist nicht sicher und nachhaltig, sondern gefährlich, gesundheits- und umweltschädlich”, sagte die stellvertretende BUND-Vorsitzende Verena Graichen.

Deutschland müsse seinen künftigen Wasserstoffbedarf reduzieren, statt Atomkraft und Erdgas durch die Hintertür zu fördern.

Die Förderung der Wasserstoffproduktion wird derzeit im Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten (AStV) des EU-Rates diskutiert.

Er bereitet die Arbeit des Rates der Europäischen Union vor.

Ein endgültiger Text wird für Mitte Dezember erwartet.

Eine Sprecherin der EU-Kommission betonte vor einer Woche im EU-Parlament, dass die Kommission den aus Atomkraft erzeugten Wasserstoff als CO2-arm einstuft.

In der

Wasserstoff-Strategie der Kommission

Von Atomkraft ist keine Rede.

Der BUND besteht jetzt darauf, aber es gibt bereits Wasserstoff, der hauptsächlich aus Erdgas hergestellt wird.

Dieser fossile, so genannte blaue Wasserstoff ist kein geeigneter Energieträger für ein klimaneutrales Energiesystem.

Die Nutzung von Wasserstoff darf aber nicht dadurch diskreditiert werden, dass man sich auf die Energieträger der Vergangenheit, nämlich Erdgas und Atome, verlässt.

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