Um Fahrräder zu schützen, entwickeln Continental und die Deutsche Telekom ein vernetztes Kollisionswarnsystem.

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Um Fahrräder zu schützen, entwickeln Continental und die Deutsche Telekom ein vernetztes Kollisionswarnsystem.

Als “digitaler Schutzengel für Radfahrer” wird eine neue Partnerschaft zwischen der Deutschen Telekom und Continental bezeichnet. Die Zusammenarbeit beinhaltet den Aufbau eines vernetzten Unfallwarnsystems. Nicht nur Fahrräder, sondern auch Pedelec- und Rollerfahrer sowie Fußgänger sollen angemessen geschützt werden. Die Lösung schätzt die Flugbahnen eines Autos und eines Zweiradfahrers. Treffen die erwarteten Bahnen aufeinander, warnt der Algorithmus beide Verkehrsteilnehmer in Echtzeit.

Zwischen den Zeilen lässt sich ableiten: Das System muss natürlich sowohl vom Fahrer des Autos als auch vom Verkehrsteilnehmer auf einem Fahrrad, Pedelec, Roller oder Fußgänger genutzt werden. Satellitenortung (GPS), Beschleunigungssensoren, mobile Kommunikation und Cloud Computing werden im Kollisionswarnsystem eingesetzt. Die Positions- und Beschleunigungswerte des Autos werden über die mobile Kommunikation an die Cloud gesendet. Mit Hilfe eines Smartphones oder eines vernetzten Fahrradcomputers kann auch der Radfahrer seine eigenen Daten an die Cloud senden.

Dann werden die Strecken für die nächsten fünf Sekunden geschätzt, und wenn eine Kollision droht, wird eine Warnung ausgegeben. Das wird Datenschützer sicher aufhorchen lassen, denn die riesigen Bewegungsdaten, die gesammelt würden, wären für Auswertungen ungemein hilfreich und daher von Dritten heiß begehrt. Wird hier möglicherweise erhöhte Verkehrssicherheit gegen Datensicherheit getauscht? Wir werden abwarten müssen, denn in der Pressemitteilung steht dazu nichts.

Die Partner bauen nach eigenen Angaben ein Kollisionswarnsystem für den internationalen Einsatz und werden die Ergebnisse auf dem ITS World Congress vorstellen. Die Messe Intelligent Transportation Systems findet vom 11. bis 15. Oktober in Hamburg statt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert das Projekt Reallabor Hamburg, in dem das Kollisionswarnsystem entwickelt wird.

Würden Sie ein solches System nutzen? Hätten Sie Bedenken, dass Ihre Daten gründlich untersucht und Bewegungsprofile erstellt werden, oder dass Ihre Daten unterschlagen werden?

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