Studieren: Das Innenministerium bedroht die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben, ist aber gut für Frauen.

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In einer groß angelegten Umfrage nutzte Atlassian das “große (wenn auch ungeplante) Fernarbeitsexperiment” namens Corona und wertete die Erfahrungen seiner 5000 Mitarbeiter aus fünf Ländern – Frankreich, Deutschland, USA, Australien, Japan – sowie die Daten seiner Kollaborationswerkzeuge aus anderen Ländern aus, um Einblicke in verschiedene Arbeitsformen und deren Auswirkungen zu gewinnen.

Beginnen Sie mit der Arbeit früher am Morgen, machen Sie sie abends etwas länger: Obwohl es bequem ist, sich den manchmal langen Arbeitsweg durch die Arbeit zu Hause zu ersparen, kann das Home-Office Sie an den Rand des Burnout bringen und die Work-Life-Balance stören.

Diese Vermutung, die der Kooperationsanbieter Atlassian hegt, hat das Unternehmen nun mit einer Studie mit Zahlen untermauert.

Eine Studie von Atlassian beleuchtet die Vor- und Nachteile des mobilen Arbeitens.

Sie zeigt einige länder- und geschlechtsspezifische Besonderheiten auf.

Neben den Arbeitszeiten untersuchten die Datenanalysten auch die Arbeitsintensität anhand der Verteilung der Nutzeraktivitäten.

Auch hier wurden signifikante Veränderungen sichtbar.

Die Muster deuteten darauf hin, dass für viele Menschen die Grenzen zwischen Wohnung und Büro verschwimmen.

Dies bestätigten auch die Erhebungen, die parallel zu den Datenanalysen durchgeführt wurden.

Viele berichteten, dass sie Schwierigkeiten hatten, zwischen persönlicher Zeit und Arbeitszeiten zu unterscheiden und oft zu lange ohne Pause arbeiteten.

Um die rein quantitativen Veränderungen zu erfassen, berechnete die datenwissenschaftliche Abteilung des Unternehmens anhand der Jira-, Confluence- und Bitbucket-Daten zunächst einen Durchschnittswert zu Beginn und am Ende der Arbeit auf der Grundlage der Benutzeraktivitäten – wie das Erstellen eines Dokuments, das Aktualisieren eines Tickets oder das Kommentieren einer Code-Review – vor der Pandemie und verglich diese Zahlen dann mit denen vom April 2020, als viele Menschen in ihren Heimbüros saßen.

Obwohl außerhalb der Atlassian-Tools viel Arbeit geleistet wird, zeigten die aggregierten Daten ein Muster: Die Zahlen stiegen deutlich an, wenn auch nicht in allen Ländern gleichermaßen.

Die Studie ergab auch, dass Deutschland eine stärkere Kultur der Präsenz hat als andere Länder: Vor der Pandemie arbeiteten in Deutschland deutlich weniger Menschen im Home Office als anderswo.

Auch arbeiten mehr familienorientierte Mitarbeiter zu Hause als Menschen, die beruflich orientiert sind.

Dennoch ärgern sich 45 Prozent der befragten Deutschen darüber, dass es erst nach einer Pandemie möglich war, vom Home-Office aus zu arbeiten.

In Deutschland ist es für Berufstätige weniger schwierig, die Grenze zwischen Arbeit und Privatleben zu ziehen als in den anderen befragten europäischen Ländern.

35 Prozent der Beschäftigten arbeiten während der Pandemie von zu Hause aus.

Knapp ein Drittel von ihnen fand es während der Restriktionen weder besonders schwierig noch besonders leicht, zu Hause effektiv zu arbeiten – zum Vergleich: alle Länder kommen auf 20 Prozent.

Von den Befragten, die nicht dauerhaft von zu Hause aus arbeiten wollten, gaben 32 Prozent an, sie bräuchten mehr Unterstützung und Anleitung bei der Erledigung ihrer täglichen Aufgaben.

Mehr als 50 Prozent der Befragten sagten, dass es heute schwieriger sei, die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben aufrechtzuerhalten als vor der Pandemie, und 23 Prozent sagten, dass sie in ihrer Freizeit mehr an Arbeit denken als früher.

Hier sind vor allem Teamleiter und Manager gefragt, die dafür sorgen müssen, dass Mitarbeiter auch Pausen einlegen, Meldungen am Ende des Tages stumm schalten und vieles mehr.

Es gab nicht nur Unterschiede in den verschiedenen Ländern, sondern Frauen und Männer nehmen auch das Home-Office unterschiedlich wahr.

Beispielsweise fühlten sich Frauen im Home-Office selbstbewusster und gaben an, dass sich ihr Vertrauen in ihre Leistung seit dem Wechsel zur Fernarbeit verbessert habe (46 Prozent).

Nur 40 Prozent der Männer glaubten dies.

Auch die Zahl der Frauen, die am liebsten vollständig zu Hause arbeiten würden, ist mit 39 Prozent deutlich höher als bei den Männern (30 Prozent).

Viele beider Geschlechter sind jedoch besorgt, ob sie dann am Arbeitsplatz noch ausreichend sichtbar wären – insbesondere wenn Kollegen in einflussreichen Positionen ins Büro zurückkehren.

Die detaillierte, rund 200 Seiten umfassende Studie untersucht weitere Rahmenbedingungen wie die Komplexität des Einflussfaktors Haushalt, Kommunikation, Vernetzung, Umgang mit Arbeitsabläufen, synchrones versus asynchrones Arbeiten und vieles mehr.

Auszüge sind im Blog-Eintrag von Atlassian zu finden.

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