Netflix: In Deutschland sind willkürliche Preiserhöhungen per Klausel verboten.

0

Netflix: In Deutschland sind willkürliche Preiserhöhungen per Klausel verboten.

Netflix darf in seinen Nutzungsbedingungen für Deutschland einen Passus nicht mehr verwenden, der beliebige Preiserhöhungen zu jedem Zeitpunkt erlaubt. Darüber berichtete unter anderem die Frankfurter Rundschau. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hatte die Klage eingereicht. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat nun gegen das amerikanische Unternehmen entschieden, das Urteil (Az. I ZR 23/20) wurde am heutigen Freitag veröffentlicht.

“Das Netflix-Abonnementangebot und die Preise können jederzeit geändert werden.”

Diese Bedingung wurde beanstandet, obwohl die Abonnenten mindestens 30 Tage im Voraus über Änderungen informiert werden. Netflix versuchte, sich vor Gericht zu verteidigen, indem es behauptete, dass der Preismechanismus extrem kompliziert sei und auf Angebot und Nachfrage basiere. Im Jahr 2019 war die Preisanpassungsregelung bereits ein Streitpunkt. Diese wäre sogar rechtmäßig – allerdings nur, wenn bestimmte Kostensteigerungen an den Verbraucher weitergegeben werden.

Das bedeutet, dass Netflix in Zukunft höchstwahrscheinlich alle Verbraucher vorab informieren wird, wenn etwas Ähnliches ansteht – und eine Begründung im Ärmel hat, warum ein Abo teurer werden würde.

Share.

Leave A Reply