NASA: Komponente in der Orion-Raumkapsel gebrochen – Austausch könnte ein Jahr dauern.

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Grundstein für das Artemis-Programm
Weitere Verschiebung möglich

NASA-Ingenieure haben ein Problem am Orion-Raumschiff gefunden, dessen Reparatur Monate dauern und den Zeitplan für die Torpedos verlängern könnte.

Das berichtete das US-Magazin The Verge unter Berufung auf interne Dokumente.

Dem Bericht zufolge ist eine Schluesselkomponente in einer der “Power and Data Units” (PDU), die waehrend eines Fluges grundlegende Funktionen erfuellen muessen, ausgefallen.

Das Entfernen und Ersetzen der Komponente könne insgesamt ein Jahr dauern, schreibt The Verge.

Eine unbemannte Orion-Kapsel soll tatsächlich im nächsten Jahr – nach mehreren Verschiebungen – ins All fliegen.

Die Geschichte der Orion-Kapsel ist voller Verspätungen, nun könnte noch eine weitere dazukommen.

Angeblich ist eine schwer erreichbare Komponente gebrochen.

In einem Blog-Eintrag spricht die NASA lediglich von einem “Problem in einem redundanten Kanal”.

Von einer Gefahr, dass monatelange Reparaturarbeiten notwendig sein könnten, ist nicht die Rede.

Eigentlich sollte der erste Start der neuen Riesenrakete SLS (Space Launch System) mit einer Orion-Kapsel bereits 2017 erfolgen, dann wurde er immer weiter verschoben.

Der Grund dafür waren anfängliche Verzögerungen bei allen drei Komponenten, zuletzt bei der Rakete.

Derzeit verspricht die NASA noch, den Flug, der inzwischen auf den Namen Artemis 1 getauft wurde, im nächsten Jahr zu starten.

Die unbemannte Orion-Kapsel soll zum Mond geschossen werden und ihn einmal umkreisen, bevor er zurückkehrt.

Wie The Verge nun erklärt, sollte diese Orion-Kapsel Anfang Dezember in das Kennedy Space Center in Florida überführt werden.

Doch dies ist nun in Gefahr, denn die ausgefallene Komponente im Besatzungsmodul ist schwer zu erreichen.

Um sie zu ersetzen, müsste die Besatzungskapsel vom europäischen Servicemodul getrennt werden.

Einschließlich des Wiederzusammenbaus würde dies jedoch bis zu neun Monate dauern, danach wären monatelange Tests erforderlich.

Es gibt aber auch eine riskantere Möglichkeit des Zugangs über Abdeckungen, die eigentlich nicht geöffnet werden sollten.

Dieses Verfahren würde wahrscheinlich maximal vier Monate dauern, wenn es möglich ist.

Laut The Verge wäre es auch möglich, die Komponente nicht zu berühren und für den Testflug auf Redundanz zu verzichten.

Die Orion-Kapseln sind eine zentrale Grundlage fuer die ehrgeizigen Raumflugplaene der NASA in den kommenden Jahren.

Mit dem Mehrzweck-Crew-Fahrzeug Orion sollen die Astronauten in zwei Jahren tatsächlich einen Flug um den Mond machen können, und bis Mitte des Jahrzehnts sollen die Raumfahrer damit zur Mondoberfläche gebracht werden können.

Bis dahin soll auch eine Raumstation im Orbit um den Erdtrabanten gebaut werden.

Allein die Raumkapseln haben die US-Raumfahrtbehörde mehrere Milliarden US-Dollar gekostet.

Sie werden mit europäischer Hilfe gebaut. Die erste ist fertig und wartet eigentlich nur noch auf die dazugehörige Riesenrakete SLS, die noch wichtige Tests durchlaufen muss.

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