Nachruf auf ein unersetzliches Fernrohr: ¡Adiós, Arecibo!

0

Am 19.

Am 19. November gab die National Science Foundation, Eigentümerin des größten Radioteleskops in der westlichen Hemisphäre, bekannt, dass das Radioteleskop in Arecibo, Puerto Rico, nicht mehr zu retten ist und außer Betrieb genommen wird.

Dies ist ein schwerer Schlag für die Wissenschaft.

Im folgenden Artikel werden die besonderen Fähigkeiten und Leistungen des Radioteleskops in Erinnerung gerufen und es wird gezeigt, warum es in absehbarer Zeit nicht vollständig ersetzt werden kann.

Der letzte Akt einer Legende

Das legendäre Arecibo-Teleskop kann nicht mehr repariert werden und wird demontiert.

Es ist eines der wertvollsten wissenschaftlichen Instrumente überhaupt.

Mit nur 10 Bits pro Sekunde tickte der Sender 1679 Bits herunter, bevor er verstummte.

1679 ist das Produkt der Primzahlen 23 und 73 – die Bitfolge lässt sich nur auf zwei Arten zu einem Rechteck aus hellen und dunklen Kästchen anordnen, und erst die Anordnung in 73 Zeilen zu je 23 Spalten ergibt so etwas wie ein Bild: Die erste Botschaft, die die Menschheit 1974 zielgerichtet in den Weltraum sandte und die stark genug war, um von einer fortgeschrittenen Zivilisation in einer Entfernung von Messier 13 empfangen zu werden.

Am 16.

16. November 1974 war die Sonne 167,9 Sekunden lang nicht das hellste Objekt im Sonnensystem – jedenfalls nicht bei einer Wellenlänge von 12,6 cm (2388 MHz) in einem Band von effektiv 10 Hz Bandbreite und aus der Richtung des Kugelsternhaufens Messier 13 im Sternbild Herkules gesehen.

Die riesige Antenne, die 305 Meter (1000 Fuss) misst und in eine Doline auf einer kleinen Insel am Rande der Karibik eingebettet ist, fokussierte die 450.

000-Watt-Signal in einen Kegel von knapp 1,7 Bogenminuten (etwa 1/17 des Vollmonddurchmessers), der genau auf den Lichtkegel fokussiert wurde, der sich aus ca.

300.

000 Sternen gebildet wurde. Der Kegel war genau auf den Kugelsternhaufen aus ca. 300.000 Sternen gerichtet.

Befände man sich innerhalb dieser schmalen Sendekeule, wäre das Signal so stark wie das eines Rundumstrahlers mit einer Leistung von 3 Billionen Watt erschienen.

Erst an diesem Dienstag stürzte die Instrumentenplattform über der Radioschüssel ab und zerstörte das Arecibo-Teleskop.

Der Betrieb wurde dennoch eingestellt, und die National Science Foundation (NSF), die das Teleskop finanzierte, bestellte ein neues Kabel als Ersatz.

Bevor das Kabel jedoch installiert werden konnte, riss es am 7.

Am 7. November jedoch, bevor das Kabel installiert werden konnte, riss eines der zwölf Hauptaufhängungskabel, die die 817 Tonnen schwere Instrumentenplattform 150 Meter über der Mitte der Schüssel aufhängen, unerwartet und stürzte auf die Aluminiumplatten des Reflektors.

Obwohl die während des Baus des Teleskops zwischen 1960 und 1963 installierten Kabel regelmäßig inspiziert und gewartet worden waren, war bekannt, dass ein Dutzend der 160 Drähte, aus denen das Kabel mit einem Durchmesser von 9 cm bestand, bereits gerissen waren; die Ingenieure rechneten jedoch nie damit, dass das Kabel plötzlich reißen würde, da seine Tragfähigkeit tatsächlich weit größer war als das Gewicht, das es hielt.

Am 10. September begann das Drama des letzten Aktes im Leben des legendären Riesenteleskops, seit mehr als 50 Jahren das unangefochten größte Radioteleskop der Welt.

August dieses Jahres, als ein Hilfskabel aus seiner Verankerung auf der Instrumentenplattform herausrutschte und auf den Rand der Schüssel peitschte und ein 30 Meter tiefes Loch hinterließ.

Es ist möglich, dass der Tropensturm Jesaja, der Ende Juli über Puerto Rico und den Rest der Großen Antillen hinwegfegte, das Kabel gelockert hatte.

Der Schaden sah zunächst dramatischer aus als aus der Nähe, aber auf Luftaufnahmen war der Schaden an der Schüssel kaum zu erkennen.

Fünf Teams von Ingenieuren verschiedener Baufirmen untersuchten im November die Aufhängung der Plattform und kamen fast einstimmig zu dem Schluss, dass das Teleskop nicht repariert werden konnte, ohne das Leben der beteiligten Bauarbeiter zu gefährden.

Deshalb gab die NSF am 19.

November bekannt, dass das Arecibo-Teleskop dauerhaft stillgelegt werden müsse.

Nicht aus Mangel an wissenschaftlichem Wert, wie noch einmal betont wurde, sondern allein aus Sicherheitsgründen.

Alle weiteren Planungen konzentrieren sich nun darauf, wie die Instrumentenplattform sicher abgesenkt werden kann und wie die Haltevorrichtungen entfernt werden können.

Nun hatten die zahlreichen Wirbelstürme, mehrere Erdbeben und die ständige warme und feuchte Brise mit ihren salzigen Tröpfchen am Ende wohl ihren Tribut gefordert.

Die verbliebenen Kabel sind nun einer noch größeren Belastung ausgesetzt, keineswegs in einem besseren Zustand und es besteht immer die Gefahr, dass jederzeit ein weiteres Kabel reißen könnte.

Beide zerstörten Kabel führten zum gleichen Turm, der auf der Rückseite durch weitere Kabel unter Spannung gehalten wird, um die Last auszugleichen.

Im schlimmsten Fall, wenn ein weiteres Kabel reißt, könnten alle übrigen Kabel des Turms ausfallen, der Turm könnte nach hinten fallen, die Plattform könnte herunterfallen und die Peitsche K.

Share.

Leave A Reply