Nach Apple entwickelt auch Microsoft eigene Chips für Server und Surface-Hardware

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Auch Microsoft arbeitet an eigenen Arm-Prozessoren – vor allem für die Azure-Cloud. Auf lange Sicht könnten auch Prozessoren für die Surface-Linie zu erwarten sein.

Microsoft arbeitet, wie Bloomberg berichtet, an einem Arm-basierten Chip-Design für die Server der hauseigenen Azure-Cloud. Der Hersteller soll damit seine Abhängigkeit von Intel verringern wollen, wie das Nachrichtenmagazin aus unternehmensnahen Kreise erfahren hat.

Neue Server-Chips für die Azure-Cloud in Arbeit

Die selben Quellen sollen auch verraten haben, dass Microsoft – wenn auch mit einem längeren Zeithorizont – ebenfalls an einem Chip von Arm für die Surface-Produktlinie arbeitet. Die Aktie von Intel sank nach dem Bloomberg-Bericht um 6,3 Prozent auf 47,46 Dollar. Damit ist Intel im Corona-Jahr insgesamt um 21 Prozent gefallen.

Der auf den ersten Blick überraschende Schritt von Microsoft kommt im Hinblick auf den Wettbewerb eher spät. Gerade im Cloud-Computing gelten eigene Chips als Vorteil. Vor allem Amazon gibt hier ein beachtliches Tempo vor. Nach eigenen Angaben erzielt der Cloud-Riese auf diese Weise erhebliche Kosten- und Leistungsvorteile.

Oberflächenchips als Reaktion auf Apples M1?

Laut der Einschätzung von Bloomberg ist ein eigener Surface-Chip zumindest in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. Dies wird aus der Tatsache geschlossen, dass die Chip-Design-Abteilung mit Jason Zander einen anderen Chef hat als die Surface-Einheit mit Panos Patay. Weder Microsoft noch Arm gaben dazu eine Stellungnahme ab.

Der Microsoft-Sprecher Frank Shaw bestätigte jedoch, dass Chips zum Fundament der Technologien des Unternehmens gehören. Shaw betont jedoch, dass Microsoft mit vielen Chip-Entwicklern zusammenarbeitet und dies auch weiterhin tun wird.

Setzt Microsoft bei den Surface-Chips auf eigene Arm-Designs, würde der Hersteller Apple folgen, das kürzlich mit eigenen M1-Chips für Furore sorgte und sich damit komplett von Intel verabschiedete. Die ersten Tests scheinen den Schritt zu bestätigen. Die Chips erweisen sich als schneller und kostengünstiger.

Bereits jetzt setzt Microsoft für einige Surface-Geräte Arm-Prozessoren ein. Allerdings verwendet Microsoft dafür Qualcomm-Chips. Ein findiger Entwickler hat kürzlich die passende Version von Windows 10 auf dem M1-Chip zum Laufen gebracht.

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