Milliardenschwere Übernahme: Taiwaner wollen deutschen Waferhersteller uebernehmen.

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Der Großaktionär Wacker Chemie, der 30,8 Prozent an Siltronic hält, begrüßt die Bedingungen, berichtet die dpa.

Das Angebot sei “attraktiv und angemessen”, so die dpa.

Siltronic beschaeftigt nach eigenen Angaben weltweit rund 3600 Mitarbeiter, davon mehr als 2000 in Deutschland (Muenchen, Burghausen, Freiberg).

Weitere Niederlassungen befinden sich in Portland, USA, sowie in China, Singapur, Taiwan, Südkorea und Japan.

Nummer 2 nach der Übernahme

Der Kreis der Hersteller von Siliziumwafern könnte in naher Zukunft noch kleiner werden: Der taiwanesische Hersteller GlobalWafers will den deutschen Konkurrenten Siltronic übernehmen.

Die Verhandlungen sind bereits weit fortgeschritten und sehen einen Kaufpreis von 125 Euro pro Aktie vor, was insgesamt rund 3,75 Milliarden Euro ergeben würde.

Siltronic, einer der weltweit größten Hersteller von Silizium-Wafern, soll für rund 3,75 Milliarden Euro Teil von GlobalWafers werden.

Die Behörden müssen der Übernahme noch zustimmen.

Sollte es zu einer endgültigen Einigung kommen, verpflichtet sich GlobalWafers, alle Mitarbeiter bis mindestens 2024 weiter zu beschäftigen.

Die Marktkapitalisierung von Siltronic hat sich seit Beginn der Verhandlungen deutlich erhöht: Derzeit kostet eine Aktie 123,50 Euro – ein Plus von mehr als 50 Prozent seit Anfang des Monats.

Siltronic erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 1,27 Milliarden Euro, davon blieben 401 Millionen Euro als Gewinn übrig.

Für 2020 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzrückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich.

Im Jahr 2019 erwirtschaftete GlobalWafers einen Umsatz von 55,1 Milliarden Taiwan-Dollar oder 1,64 Milliarden Euro (nach Wechselkurs vom 31.

12.

20).

Der Gewinn betrug 22,85 Milliarden Taiwan-Dollar (681 Millionen Euro).

Nach Umsatz aufgeschlüsselt ist Siltronic der weltweit viertgrößte Hersteller von 200- und 300-mm-Silizium-Wafern mit einem Marktanteil von 13 Prozent.

Die Siliziumscheiben werden unter anderem von TSMC, Samsung, Intel und Globalfoundries zur Herstellung von CPUs, GPUs und anderen Chips benötigt.

GlobalWafers hat einen Marktanteil von 17 Prozent – zusammen würden die Unternehmen den zweiten Platz hinter Shin Etsu (33 Prozent) einnehmen.

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