Microsoft meldet ein Patent für Gesichts- und Körpersprachsensoren an.

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Beim “Meeting Inside Computing System” überwachen Sensoren die Körpersprache und Mimik der Personen, die in einem Raum oder bei einer Online-Besprechung anwesend sind.

Der Konferenzraum ist zu diesem Zweck mit Kameras ausgestattet.

Die Daten werden ausgewertet und mit früheren Sitzungen verglichen.

Das System macht dann entsprechende Verbesserungsvorschläge für kommende Konferenzen.

Dabei kann es sich um einen Raumwechsel handeln oder um den Zeitpunkt, an dem die Mitarbeiter am fittesten erscheinen.

“Real world context” für Buchungssysteme

Mit einem Microsoft-System könnte es bald möglich sein, die Aufmerksamkeit der Mitarbeiter in einer Konferenz zu kontrollieren.

Dies sollte natürlich dazu dienen, die Effektivität und Sicherheit der Mitarbeiter zu erhöhen.

In der zu diesem Zweck eingereichten US-Patentanmeldung ist von “Qualitätssicherung” die Rede, berichtet die BBC.

Ein System soll die Körpersprache und Mimik der Mitarbeiter in einer Konferenz überwachen.

Microsoft hat dafür ein Patent angemeldet.

Möglicherweise könnten auch die Smartphones der Mitarbeiter mit dem System verbunden werden, um zu sehen, ob jemand nebenbei etwas anderes tut.

Darüber hinaus könnte die Rede ausgewertet werden, um zu sehen, ob jemand müde oder gelangweilt ist, erklärt Microsoft.

Ein Microsoft-Sprecher sagte der BBC, dass viele Patente angemeldet würden, diese aber nicht unbedingt umgesetzt würden.

Bei Microsoft heißt es in der Anmeldung, dass es viele Systeme gibt, die dazu dienen, Räume zu buchen, aber die Tatsache außer Acht lassen, dass jemand zum Beispiel sieben Mitarbeiter zu einer Konferenz in einen Raum einlädt, der nur für vier Personen bequem ist.

Oder dass ein Mitarbeiter ein Zimmer für den Nachmittag bucht, obwohl es besonders warm und damit ungemütlich ist.

“Bisherigen Buchungsplattformen fehlt der Kontext der realen Welt.

“Dies könnte nicht nur dazu führen, dass Besprechungen unproduktiv werden, sondern könnte sogar negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Mitarbeiter haben.

Deshalb ist es notwendig, Qualitätsparameter zu definieren und einfließen zu lassen.

User Monitoring ist bei Microsoft kein völlig neues Thema.

Die Office-Suite 365 kann auch um Funktionen erweitert werden, die es Unternehmen ermöglichen, die Arbeitsgewohnheiten ihrer Mitarbeiter im Detail zu überwachen.

Dies nennt sich “Workplace Analytics” und berechnet einen “Productivity Score”.

Neben technischen Informationen, die zeigen, wie viel Zeit verloren geht, wenn Mitarbeiter-PCs mit herkömmlichen Festplatten statt mit SSDs booten, sammelt die Software auch Informationen darüber, wie viele Tage ein Mitarbeiter E-Mails und Yammer-Nachrichten verschickt hat und welche Chat- und Nachrichtenkanäle er genutzt hat.

Nach Ansicht des Experten Bertold Brücher verletzt dieses Verfahren Persönlichkeitsrechte.

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