Legomikroskop für Hochglanzbilder.

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Temiz: Wir entwickeln winzige Mikrochips für medizinische Anwendungen.

Durch diese leiten wir biologische Mikrofluide für diagnostische Zwecke.

Von diesen Mikrofluidik-Chips müssen wir immer wieder Fotos und Videos machen, um sie in Präsentationen oder wissenschaftlichen Arbeiten zeigen zu können.

Aber diese Chips sind sehr schwierig aufzunehmen.

TR: Herr Temiz, wie kamen Sie auf die Idee für Ihr Lego-Mikroskop?

Yuksel Temiz forscht bei IBM in Zürich an Mikrochips, die Flüssigkeiten für medizinische Zwecke analysieren.

Und wie kommt das Lego ins Spiel?

Am Anfang habe ich überhaupt kein Lego verwendet.

Die meisten Teile waren 3D-gedruckt.

Ich versuchte einen einfachen Aufbau, bestehend aus einem Camcorder, einer Vergrößerungslinse und einer schönen Beleuchtung.

Auf diese Weise war ich in der Lage, schöne Videos aus einer geneigten Perspektive zu drehen.

Von da an wollte jeder nur noch diese perspektivischen Aufnahmen haben.

Und dafür haben Sie das Mikroskop entwickelt?

Sie sind typischerweise eins mal zwei Zentimeter groß und haben sehr kleine Details, manchmal nur wenige Mikrometer.

Sie reflektieren auch.

Vor zwei Jahren veranstaltete IBM dann eine große Veranstaltung, auf der auch unsere Chips gezeigt werden sollten.

Doch der zuständige Kollege fand unsere Fotos langweilig.

Er wollte tolle 3D-Hochglanzfotos und Videos.

Gibt es auch Nachteile?

Letztendlich gefiel uns das Mikroskop so gut, dass wir darüber nachdachten, die Bauanleitung für Schulen und Bastler zugänglich zu machen.

Aber ich habe viele Teile in den IBM-Werkstätten anfertigen lassen, und Schulen oder Hobbyisten haben nicht die Ausrüstung, die sie dort haben.

Also habe ich das gesamte Mikroskop noch einmal neu konstruiert.

Dieses Mal mit Lego.

Lego ist dafür sehr gut geeignet.

Warum brauchen Sie also Lego?

Es ist teuer.

Wenn ich alles aus Lego gebaut hätte, hätte es mehrere hundert Euro gekostet.

Etwa die Hälfte der Teile ist immer noch 3D-gedruckt.

Aber ich lege die Druckdateien bei.

Die Teile können mit einem 3D-Drucker für etwa 200 Euro hergestellt werden.

Das Herz der Maschine ist ein Raspberry Pi mit einer Kamera.

Dann braucht man Servomotoren, einen Controller und verschiedene Kleinteile.

Alles in allem kostet sie etwa 300 Dollar.

Welche anderen Teile werden noch benötigt?

Mit Lego wird das Mikroskop modular.

Ich kann die Lichtquelle sehr einfach neu anordnen oder die Position der Kamera verändern.

Zudem dauert das Drucken der Teile sehr lange, oft mehrere Stunden.

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