Ingenieure und Informatiker: Ist der Fachkräftemangel eine Phantasie?

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Der Arbeitsmarkt für Ingenieure ist gekippt.

Im Gegensatz zu einem Jahrzehnt steigender Nachfrage nach Arbeitskräften in dieser Berufsgruppe ist das Angebot an offenen Stellen seit März stark zurückgegangen und die Zahl der Arbeitslosen stark angestiegen.

Dies sind die wichtigsten Ergebnisse für das 3. Quartal.

Dies sind die Hauptergebnisse für das 3. Quartal 2020 aus dem Ingenieurmonitor, den der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) gemeinsam mit dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) herausgibt.

Informatiker gezählt seit 2016
Arbeitslosigkeit verdoppelt

Die Nachfrage nach Ingenieuren geht stark zurück und die Arbeitslosenzahlen steigen.

Ingenieure verlieren immer mehr an Bedeutung.

Sind davon auch Informatiker betroffen?

In Deutschland gibt es seit Jahren einen Trend zur Akademisierung.

Im Wintersemester 2019/2020 waren 2,9 Millionen Studierende an deutschen Hochschulen immatrikuliert.

Das ist eine Million mehr als vor 20 Jahren, ein Anstieg von rund 50 Prozent.

Die Zahl der Studierenden der Ingenieurwissenschaften stieg im genannten Zeitraum um 60 Prozent auf 467.

800 zugenommen.

Die Kernfragen lauten nun: Zieht der Arbeitsmarkt für Ingenieure mit dem Verschwinden von Corona wieder an oder geht die Nachfrage nach diesen Fachkräften weiter zurück, weil die Konjunktur nicht anzieht? Auf jeden Fall werden die Ergebnisse der Studie diejenigen bestätigen, die lange Zeit den von den Verbänden gepredigten Mangel an Ingenieuren bezweifelt haben.

Bauingenieure seien nach wie vor sehr gefragt, “weil die Bautätigkeit aufgrund eines Investitionsstaus der öffentlichen Hand von der aktuellen Entwicklung abgekoppelt ist und zudem die Zinsen sehr niedrig sind”, so Rauhut.

Aus diesem Grund gibt es eine rege Bautätigkeit.

Informatiker sind die zweite Berufsgruppe, der es gut geht.

“Sie profitieren von der digitalen Transformation, die durch Corona sogar noch beschleunigt wird”, sagt der VDI-Mann.

Das kann er im Moment noch nicht tun.

Im dritten Quartal 2020 ist die Zahl der offenen Stellen für Ingenieure im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Viertel gesunken.

Im gleichen Zeitraum hat sich die Zahl der registrierten Arbeitslosen fast verdoppelt.

“Wir sehen eine deutliche Verschiebung bei der Arbeitsnachfrage und der Arbeitslosigkeit in den Ingenieurberufen”, sagt VDI-Arbeitsmarktexperte Ingo Rauhut,

Diese Zahlen stammen aus dem Statistischen Bundesamt, das seit 2016 auch Informatiker in den Ingenieurberuf einbezieht.

Auch VDI und IW wenden dieses System an.

In den letzten vier Jahren ist die Zahl der Absolventen in den Ingenieurwissenschaften und der Informatik um jeweils rund 2000 pro Jahr gestiegen.

Im Jahr 2019 wird die Zahl der Ingenieure bei rund 131 liegen.

000 und 29.000 für Informatiker.

000.

Ein Markt muss in der Lage sein, eine so große Zahl von Absolventen aufzunehmen.

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