Honigtopf-Glücks-Index: Deutschland liegt im Ranking der Entwicklergehälter auf Platz 8.

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Die Befragten bewerteten verschiedene Aspekte ihres Berufslebens in den vier Kategorien Karriere, Lebensqualität, Freiheit und Gemeinschaft nach Priorität und persönlicher Zufriedenheit.

Für die deutsche Ausgabe ihrer Bewertung konzentrierten sich die Herausgeber auf den Bereich Karriere und sortierten die Selbstauskünfte im internationalen Vergleich.

Work-Life-Balance wichtiger als Gehalt
Oberflächlich betrachtet wird das meiste Geld in Frankfurt verdient
Blick über den Gartenzaun

Honeypot, die europäische Plattform für Tech- und IT-Jobs, die nach einer Hacker-Falle benannt ist, hat eine Umfrage über die Zufriedenheit von Entwicklern rund um den Globus durchgeführt und jetzt den Bericht für Deutschland vorgelegt.

Der erstmals erhobene Developer Happiness Index (DHI) basiert auf einer Online-Umfrage, an der zwischen Dezember 2019 und Februar 2020 rund 4000 Entwickler aus 98 Ländern teilgenommen haben.

Der Index vergleicht die Entwicklerzufriedenheit weltweit und wurde in der Regionalausgabe für Deutschland veröffentlicht, wobei auch nach Alter und Geschlecht differenziert wird.

Berufstätige Software-Entwickler in Deutschland bewerteten ihre Zufriedenheit auf einer Skala von 100 Punkten mit 64 Punkten (64%) und lagen damit leicht über dem weltweiten Durchschnitt (61%).

Bildet man daraus eine Rangfolge, liegt die Zufriedenheit deutscher Entwickler im internationalen Vergleich auf dem achten Platz: Unter anderem in Dänemark, Norwegen, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden stuften Entwickler ihre Zufriedenheit höher ein.

Dementsprechend stufte nur etwa ein Drittel (31%) der Entwickler ihr Gehalt im weltweiten Vergleich als “sehr wichtig” ein; im internationalen Vergleich hat das Gehalt einen höheren Wert (durchschnittlich 37% in den anderen Ländern).

Obwohl die Löhne in Deutschland niedriger sind als in der Schweiz, den Vereinigten Staaten, Dänemark, Norwegen und Israel, sind Softwareentwickler hierzulande der Umfrage zufolge zufriedener.

Interessanterweise sind Entwickler in Deutschland auch zufriedener mit ihrem Gehalt als ihre Kollegen weltweit.

Erwähnenswert ist hier, dass die deutschen Durchschnittslöhne – trotz großer Unterschiede zu den gerade genannten Ländern – auch weltweit unter den Top Ten liegen.

Laut der Umfrage steigt die Zufriedenheit mit dem eigenen Einkommen mit den Jahren der Beschäftigung.

Faktoren wie die Work-Life-Balance sind in der Selbsteinschätzung offenbar sehr wichtig – 78 Prozent der Befragten gaben an, dass die Work-Life-Balance “sehr wichtig” sei.

Über ein Drittel (38%) bezeichneten sich selbst als “sehr zufrieden” mit der bestehenden Work-Life-Balance.

Bezahlter Urlaub und die Anzahl der Urlaubstage, Krankenversicherung, Altersvorsorge und Schutz vor Arbeitslosigkeit sowie bezahlter Elternurlaub sind laut Umfrage Faktoren, die zur Zufriedenheit der Entwickler beitragen (in den USA ist z.B. bezahlter Urlaub nicht gesetzlich verankert).

Regional gibt es offenbar größere Unterschiede bei der Bezahlung: Laut dem im Index zitierten Gehaltsvergleichsportal Glassdoor verdienen Entwickler in Frankfurt am Main am meisten, werden aber auch in Hamburg und München überdurchschnittlich gut bezahlt.

Am niedrigsten dürften die Löhne in Köln und Berlin sein.

Nach Angaben der Herausgeber spiegelt dies zum Teil die sehr unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in den deutschen Ballungszentren wider.

So kann es sein, dass Entwickler beispielsweise in Düsseldorf von einem mittleren Entwicklergehalt mehr bekommen als an teuren Orten wie Frankfurt und München von einem höheren Gehalt.

Bei Frauen sind die Einstiegsgehälter sogar deutlich höher (rund 14% höher als die Einstiegsgehälter männlicher Berufseinsteiger), und der geschlechtsspezifische Verdienstabstand dreht sich dann im Laufe der Karriere um: Im dritten bis fünften Jahr verdienen weibliche Entwickler rund 16 Prozent weniger als männliche Entwickler bei gleicher Berufserfahrung.

Der Umfrage zufolge halten Entwicklerinnen ihr Gehalt für wichtiger als ihre männlichen Kollegen.

Dennoch sind sie trotz des leichten Gehaltsunterschieds (insgesamt 2,2 Prozent) offenbar (wenn man der Umfrage folgt) zufriedener mit ihrem Einkommen als ihre männlichen Kollegen, was mit der etwas höheren Bedeutung einer ausgewogenen Work-Life-Balance bei den weiblichen Befragten korreliert (83 Prozent der Frauen gegenüber 73 Prozent der Männer halten sie für “sehr wichtig”).

Der Durchschnittslohn für Software-Entwickler in Deutschland wird auf 50 geschätzt.

418 Euro, wobei es je nach Berufserfahrung große Unterschiede gibt: Die niedrigsten erhobenen Gehaltsangaben lagen bei 18.

000 Euro für Einstiegspositionen und stiegen auf 200.

000 Euro, obwohl gelegentlich auch höhere sechsstellige Gehälter genannt wurden, die in der Regel Positionen als Manager oder Spezialist belohnen.

Ein geschlechtsspezifischer Gehaltsunterschied ist in der Software-Entwicklung zu beobachten, ist aber gering.

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