“Geplante Veralterung”: Europäische Verbraucherschützer verklagen Apple…

0

Verbraucherschützer fordern 60 Euro pro iPhone
Stromdrosselung gegen iPhone Notabschaltung

Apple wird das iPhone-Batterie-Debakel von vor drei Jahren nicht los.

Ein Verband europäischer Verbraucherschutzorganisationen will nun eine Entschädigung für Endkunden in Europa durchsetzen: In Belgien und Spanien sind bereits zwei Sammelklagen von lokalen Verbraucherschützern gegen Apple eingereicht worden, zwei weitere sollen nach Angaben von Euroconsumers in Italien und Portugal folgen.

Die Organisation will dem Hersteller eine “klare Botschaft senden, dass die geplante Veralterung nicht länger hingenommen werden kann”.

Allein in den USA kosteten die iPhones, die durch Updates gebremst wurden, Apple über eine halbe Milliarde Dollar.

Nun soll das Unternehmen auch Kunden in Europa entschädigen.

Er erhoffe sich einen “Schneeballeffekt”, bei dem sich andere europäische Länder den Klagen anschließen, sagte ein Anwalt der Klägerseite der Financial Times.

In einem Brief an die Kläger hatte Apple die Vorwürfe im Vorfeld als “sachlich und rechtlich falsch” bezeichnet – das Unternehmen würde “niemals das Benutzererlebnis mindern”, um Kunden zu neuen Käufen zu bewegen.

Langlebigkeit sei wichtig, erklärte Apple in einer Stellungnahme gegenüber der Wirtschaftszeitung, nur dann würden die Kunden ihre Geräte “lieben”.

Der Versuch, die Angelegenheit mit Apple außergerichtlich zu regeln, sei gescheitert, betonten die Euro-Verbraucher am Mittwoch.

Die Klagen betreffen mehrere Millionen in Europa verkaufte iPhones, darunter offenbar auch iPhone 6, 6s, 7 und SE, und für jedes betroffene Gerät wird eine Zahlung von “durchschnittlich mindestens 60 Euro” gefordert.

Das erste wird mit iOS 10 auf den Markt gebracht.

2.

1. leise eingeführte Power Throttling sollte die unerwartete Notabschaltung von iPhones mit einem schlechten Akku verhindern – ein massives Problem vor allem bei den iPhone 6s, die bei vielen Nutzern im Winter einfach ausfielen und ohne Stromversorgung zunächst nicht wieder gestartet werden konnten.

Die rechtlichen Schritte sollen an unzählige Sammelklagen in den USA anknüpfen, die Apple mit einer Zahlung von 500 Millionen US-Dollar – ohne Schuldeingeständnis – außergerichtlich beilegen will.

Bei Klagen aus US-Bundesstaaten wird der Hersteller offenbar weitere 100 Millionen US-Dollar zahlen.

Auch in Europa sieht sich Apple ersten Strafen ausgesetzt, darunter 25 Millionen Euro in Frankreich.

In Großbritannien hat sich Apple verpflichtet, Änderungen im iPhone Performance Management “klarer und ehrlicher” zu kommunizieren.

Erst nachdem eine große Zahl frustrierter iPhone-Besitzer die zum Teil erhebliche Verlangsamung ihrer Geräte Ende 2017 durch Tests und Benchmarks dokumentiert hatte, entschuldigte sich Apple, nahm Verbesserungen durch Software-Updates vor und ersetzte die Batterie für ein Jahr zu einem Pauschalpreis von fast 30 Euro.

..

Share.

Leave A Reply