Erneut Streiks von Verdi – Amazon verließ…

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Einzelhandel und Versandhandel
Streiks seit Jahren
Milliardengewinne, keine Tarifverträge

Mit mehrtaegigen Streiks beim Online-Haendler Amazon will die Gewerkschaft Verdi im jahrelangen Kampf um einen Tarifvertrag erneut Druck machen.

Rund um den umsatzstarken Einkaufstag “Schwarzer Freitag” hat die Gewerkschaft zu Arbeitsniederlegungen in sieben deutschen Versandhandelszentren aufgerufen.

Verdi kaempft seit Jahren fuer den Abschluss eines Tarifvertrages fuer die Beschaeftigten bei Amazon.

Amazon, der weltweit groesste Online-Haendler, sitzt dies seit Jahren aus.

Bei Amazon bedeuteten ähnliche Aktionen in der Vergangenheit immer, dass die Kunden nichts merkten.

Die Pakete kamen pünktlich an, und die Mehrheit der Mitarbeiter wickelte die Kundenbestellungen wie gewohnt ab.

Mit Beginn der Nachtschicht von Mittwoch bis Donnerstag waren die Beschaeftigten in Leipzig (Sachsen), Bad Hersfeld (Hessen/zwei Standorte), Rheinberg, Werne (beide Nordrhein-Westfalen), Graben bei Augsburg (Bayern) und Koblenz (Rheinland-Pfalz) zu einem dreitaegigen Streik aufgerufen, teilte Verdi mit.

Ziel sei die Anerkennung der Flächentarifvertraege des Einzel- und Versandhandels durch Amazon und der Abschluss eines Tarifvertrages fuer gute und gesunde Arbeit.

Die Gewerkschaft fordert den Beginn von Tarifverhandlungen.

Amazon lehnt dies mit dem Argument ab, das Unternehmen biete eine Bezahlung am oberen Ende des Industriestandards in der Logistik, dazu gäbe es Karrieremöglichkeiten und viele Extras.

Amazon streikt seit Mai 2013 wiederholt in Deutschland – ohne greifbare Ergebnisse in dem festgefahrenen Konflikt.

Verdi ruft regelmäßig zu Arbeitsniederlegungen auf – zum Beispiel während des Weihnachtsgeschäfts oder an Schnäppchentagen wie dem “Schwarzen Freitag” und dem “Cybermontag”.

Mit Blick auf die geplanten neuen Verdi-Proteste sagte ein Sprecher von Amazon in Koblenz, die Teams konzentrierten sich derzeit auch “darauf, die Pakete zum Kunden zu bringen”.

Die Aktionen in der Vergangenheit haetten keine Auswirkungen auf die Kundenlieferungen gehabt.

Das Unternehmen des US-Milliardärs Jeff Bezos hat seine Belegschaft in den vergangenen Jahren vervielfacht – durch die Coronavirus-Pandemie um mehrere zehntausend mehr.

Streitigkeiten mit den Gewerkschaften gibt es nicht nur in Deutschland.

Das Unternehmen lehnt Tarifverträge grundsätzlich ab.

Nach verschiedenen Vermögensschätzungen gilt Bezos als der reichste Mensch der Welt.

Amazon betreibt nach eigenen Angaben 15 Logistikzentren in Deutschland an 14 Standorten, davon rund 16 in Deutschland.

000 fest angestellte Mitarbeiter.

Amazon sei ein fairer Arbeitgeber, behauptet der Online-Händler.

Die Logistikmitarbeiter erhielten “ein sehr wettbewerbsfähiges Lohnpaket”.

Der geforderte Tarifvertrag und existenzsichernde Löhne werden seit Jahren abgelehnt, kritisiert der Verdi-Vertreter Orhan Akman: “Gleichzeitig macht das Unternehmen durch die Coronavirus-Pandemie, den “Schwarzen Freitag”, den “Cybermontag” und das Weihnachtsgeschäft riesige zusätzliche Milliardengewinne mit dem reichsten Mann der Welt an der Spitze.

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