Die Nachfrage nach Notebooks bleibt hoch, Desktop-PCs gehen deutlich zurück.

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Nachhaltiger Aufschwung
Mehr Notebooks, weniger Desktop-PCs

Das Marktforschungsunternehmen International Data Corporation (IDC) prognostiziert für das vierte Quartal 2020 einen Anstieg der Verkäufe von Notebooks und Desktop-PCs um insgesamt 18,2 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Nach der Analyse der Marktforscher wird die Nachfrage nach mobilen Computern und Desktop-PCs für das Heimbüro und den Fernunterricht in Schulen und Universitäten, die seit etwa April durch die Koronapandemie angetrieben wird, voraussichtlich auch im Jahr 2021 anhalten.

Für 2021 prognostiziert das IDC dann ein Wachstum von 1,4 Prozent.

Die Analyse zeigt, dass vor allem Notebooks gefragt sind, während die Nachfrage nach Desktop-PCs zurückgeht.

Die Nachfrage nach Notebooks ist hoch und wird voraussichtlich auch weiterhin hoch bleiben.

Desktop-PCs sind dagegen im Abwärtstrend, sagen die Marktforscher von IDC.

Ursprünglich waren die Marktforscher davon ausgegangen, dass die Monate des sprunghaften Anstiegs der PC-Verkäufe schnell zu Ende gehen würden.

“Zu Beginn dieses Jahres sah es für die Branche wie ein sechsmonatiger Anstieg aus”, so Ryan Reith, Analyst bei IDC.

Jetzt zeigt sich jedoch, dass der Aufschwung nachhaltiger ist.

IDC ist der Ansicht, dass es im Arbeitsleben eine grundlegende Verlagerung hin zum Home-Office und zum Fernunterricht in Schulen und Universitäten gibt.

Damit wäre sichergestellt, dass der Aufschwung beim PC-Verkauf bis 2022 und darüber hinaus anhält.

Nicht nur die PC-Verkäufe sind gestiegen, sondern auch der durchschnittliche Verkaufspreis.

Jitesh Ubrani, Forschungsleiter bei IDC, sagt voraus, dass jede Person in einem Haushalt einen Computer haben wird, wobei die Verbraucher teurere Geräte kaufen werden.

Die Tablettenverkäufe zeigten auch, dass mobile Computer gefragt sind.

IDC sieht hier einen Anstieg um 10 Prozent im Jahr 2020.

Die verschiedenen iPad-Linien von Apple werden die Haupttreiber dieses Wachstums sein.

Android-Tabletts würden dagegen nur in den Schwellenländern eine Rolle spielen, also dort, wo der Preis eine Rolle spielt.

Der Trend zu mobilen Computern wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen: Zwischen 2020 und 2024 sollen die Auslieferungen von Notebooks um 4,5 Prozent und von Desktop-PCs um 5,6 Prozent steigen.

Insgesamt werden die PC-Auslieferungen im Betrachtungszeitraum um durchschnittlich 1,4 Prozent zunehmen.

Gegen 2024 wird sich der Markt nach den Prognosezahlen von IDC jedoch wieder abschwächen.

Bis dahin werden voraussichtlich 281,5 Millionen PCs ausgeliefert werden, im Vergleich zu 291,3 Millionen im Jahr 2020.

68,5 Millionen würden dann auf Desktop-PCs und 213 Millionen auf Notebooks entfallen.

In den letzten Monaten haben vor allem Notebooks den Ton bei den PC-Verkäufen vorgegeben.

Auch die Analysten von IDC sehen für das vierte Quartal 2020 einen Aufschwung bei den Verkäufen mobiler Computer.

Es wird erwartet, dass die Notebook-Verkäufe im Jahresvergleich um 26,4 Prozent steigen werden, wobei für 2021 ein Wachstum von 3,2 Prozent erwartet wird.

Dagegen wird erwartet, dass Desktop-PCs weniger gefragt sein werden.

Das IDC rechnet für 2020 mit einem Rückgang von 17,3 Prozent gegenüber 2019.

Laut der IDC-Analyse werden im Jahr 2020 weltweit insgesamt rund 15,5 Millionen Desktop-PCs und 215,8 Millionen Notebooks ausgeliefert werden.

Dies entspricht einem Gesamtwachstum von 11,2 Prozent.

Noch im April äußerte sich IDC in seinen Kommentaren zur Entwicklung des PC-Marktes im Jahr 2020 vorsichtiger.

Aufgrund der Corona-Pandemie und der Werksschließungen in China rechneten die Meinungsforscher mit Engpässen in der Lieferkette von Notebooks und Desktop-PCs.

Darüber hinaus wurde erwartet, dass die Krise zu einer Kaufzurückhaltung führen würde, die sich nur langsam auflösen würde.

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