Deutsche Bahn: Stellwerksausfälle bremsen rund 220.000 Züge pro Jahr aus.

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Die Zahl der dadurch verspäteten Züge lag bei 1,7 bzw. 1,9 Prozent.

“Das sind durchschnittlich 600 Züge pro Tag und sogar 219 für das ganze Jahr.

000 Züge”, erklärt Krischer.

Bei einem Anteil von 0,03 bis 0,04 Prozent am Bahnverkehr kommt es auch zu kleineren Verspätungen, da die Züge umgeleitet werden müssen.

Digitale Stellwerke
Investitionen in digitale Technologie

Viele Stellwerke im deutschen Eisenbahnnetz verwenden noch Technik aus der Kaiserzeit oder stammen aus den 1960er Jahren.

Im Jahr 2019 waren es dann 14 Stellwerke.

459 im Jahr 2019 und 14 im Jahr 2018.

285 Störungen bei der Deutschen Bahn (DB), die “Auswirkungen auf den Schienenverkehr hatten”, erklärte Enak Ferlemann (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, in einer heise online-Antwort auf eine Frage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Oliver Krischer.

Gut 14.

000 Störungen in Stellwerken mit Technik aus der Kaiserzeit führen bei der DB zu Verspätungen von Zügen.

Rund drei Prozent der Probleme sind hartnäckig.

Ende Oktober 2019 hat die DB in Rostock-Warnemünde ihr erstes digitales Stellwerk für den Fernverkehr in Betrieb genommen, bis zu 2600 sollen in den kommenden Jahren folgen.

Bis Oktober hat die Zahl der Stellwerksstörungen 9476 erreicht, so dass die Jahresstatistik nahezu gleich bleiben dürfte.

In den ersten Monaten des Jahres 2020 dürfte sich die Zahl der verspäteten Züge auf ein Prozent reduziert haben.

Schätzungen zufolge erreichte die Bahn im Jahr 2019 eine Pünktlichkeitsquote von knapp über 75 Prozent, gegenüber 76,5 Prozent als Ziel.

Krischer ist mit der Antwort nicht zufrieden.

“Jahrzehntelang wurde zu wenig in die Schieneninfrastruktur investiert”, beklagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende.

Ältere Stellwerkstechnik “versagt gerne, wenn es besonders kalt oder warm ist”.

Die daraus resultierenden Probleme verursachten bis zu 30 Prozent aller Zugverspätungen.

Das ist eine viel zu hohe Zahl im Vergleich zu den Nachbarländern.

Die Bundesregierung und die DB wollen in den kommenden Jahren mehr in moderne Leit- und Sicherungstechnik investieren, betonte der Staatssekretär.

Die Digitalisierung sei dabei neben der weiteren Ausstattung des Netzes mit dem europaweit einheitlichen Sicherungs- und Leitsystem ETCS der wichtigste Baustein.

Als Gründe für die Entwicklung nannte Ferlemann “vor allem die zunehmende Auslastung des Netzes”, Materialfehler an Komponenten älterer Systeme und auch “extreme Hitzewellen in den Jahren 2018/19”.

So seien sommerliche Temperaturaufzeichnungen nicht nur für Klimaanlagen etwa in ICE’s ein Problem.

Rund 97 Prozent der Fehler konnten in weniger als 24 Stunden behoben werden.

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