Das Innenministerium ist sehr erwünscht, außer von Managern.

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Kultureller Wandel
Krise als Chance

In diesem Jahr arbeiteten 32 Prozent der arbeitenden Bevölkerung zu Hause oder unterwegs, d.h. im Home-Office, wie die Initiative D21 zusammenfasst.

Im vergangenen Frühsommer beauftragte sie die Beratungsfirma Kantar mit der Befragung von 1154 Berufstätigen und Auszubildenden und stellte fest, dass sich die Zahl der Home-Office-Mitarbeiter seit 2019 verdoppelt hat.

Die Heimarbeit hat stark zugenommen, und viele können sich vorstellen, auch nach der Coronoa-Krise im Home-Office zu sitzen.

Von Managern ist dies weniger erwünscht.

“Die Erfahrungen von Fachkräften im Korona-Jahr 2020 zeigen, dass in der Vergangenheit die Barrieren zum Home-Office weniger in der Hardware als in den Köpfen vieler Manager lagen”,

kommentiert Hannes Schwaderer, Präsident der Initiative D21

.

Digitales Arbeiten wird zu einem kulturellen Wandel im Berufsleben führen, der alle Beteiligten in den kommenden Jahren herausfordern wird.

Demnach wollen 36 Prozent der befragten Mitarbeiter mit einem Bürojob in Zukunft mindestens die Hälfte ihrer Arbeitszeit von zu Hause aus arbeiten.

51 Prozent der Befragten mit Home-Office-Erfahrung können sich vorstellen, den Anteil der Arbeit von zu Hause aus zu erhöhen.

Unter den Führungskräften aus allen befragten Branchen und Tätigkeiten äußerten jedoch 25 Prozent den Wunsch, dass ihre Mitarbeiter nach der Korona-Krise mehr als bisher von zu Hause aus arbeiten sollten.

74 Prozent der Befragten, die während der Korona-Pandemie zu Hause arbeiteten, bewerteten die von ihrem Unternehmen zur Verfügung gestellte technische Ausrüstung als ausreichend.

Der Anteil der Personen mit Büroarbeitsplätzen, denen das Unternehmen Fernzugriff/VPN, Videokonferenzdienste oder Kollaborationstools zur Verfügung gestellt hat, hat sich im Vergleich zu 2019 jeweils etwa verdoppelt.

Der Ausrüstungsanteil stieg sowohl bei Fernzugriff/VPN als auch bei Videokonferenzdiensten auf 33 Prozent und bei Kollaborationstools für die gemeinsame Arbeit an Dokumenten auf 26 Prozent.

34 Prozent der Befragten arbeiten zum ersten Mal seit der Pandemie in ihrem Home-Office.

Von den erfahrenen Nutzern: 38 Prozent haben mehr als zuvor ein Home-Office genutzt.

59 Prozent fanden die Arbeit vom Home-Office aus in einigen Fällen effizienter, weil es weniger Ablenkung gab.

Einen großen Vorteil des Home-Office sehen 63 Prozent der befragten Berufstätigen in der Büroarbeit in der größeren Flexibilität bei der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

64 Prozent fühlen sich bei der Umstellung von ihren Arbeitgebern ausreichend unterstützt.

Die 1999 in Berlin gegründete Initiative D21 hat sich zum Ziel gesetzt, “die digitale Spaltung der Gesellschaft zu verhindern”, wie sie sich selbst beschreibt.

Rund 200 Mitgliedsunternehmen und -organisationen aus allen Branchen sowie politische Partner aus Bund und Ländern beteiligen sich an dem Verein.

“Die Krise wird zur Chance: Unternehmen und Behörden bauen in rasantem Tempo die notwendige Infrastruktur auf, um in Zukunft flexibler agieren zu können.

Das macht die deutsche Wirtschaft widerstandsfähiger”, sagt Thomas Jarzombek, Beauftragter des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie für die digitale Wirtschaft und Existenzgründungen.

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