Cyberpunk 2077-Klage: Das Spiel war “vollständig und spielbar”

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Die in New York ansässige Anwaltskanzlei Rosen hat am Donnerstag die erste Sammelklage wegen angeblicher Verstöße gegen die US-Wertpapiergesetze bei einem kalifornischen Gericht eingereicht. Die Klage wurde im Namen von Investoren eingereicht, die im Zeitraum vom 16. Januar bis 17. Dezember 2020 Wertpapiere von CD Projekt erworben haben. CD Projekt Red, als Entwickler von Cyberpunk 2077, gehört zum polnischen Konzern CD Projekt.

Im Wesentlichen schreiben die Anwälte, dass CD Projekt “falsche und/oder irreführende” Aussagen über Cyberpunk 2077 gemacht und das Unternehmen nicht genügend Informationen offengelegt habe, schließlich sei das Rollenspiel “buggy” und “praktisch unspielbar” auf PlayStation 4 und Xbox One, heißt es in der Klageschrift. Die Kläger berufen sich auf eine Aussage vom Januar 2020, in der das Management des Unternehmens gesagt hatte, das Spiel sei “vollständig und spielbar”, sowie auf eine Aussage von Adam Kicinski (Co-CEO), der im September 2020 nach einer Verschiebung des Veröffentlichungstermins gegenüber Investoren gesagt hatte, es gäbe “keine Probleme” mit den Konsolenversionen, lediglich Optimierungsbedarf.

Die Juristen stellten in einer Pressemitteilung fest, dass die Aussagen bezüglich der PS4- und Xbox One-Versionen des Spiels “materiell falsch” und “irreführend” waren. Als das volle Ausmaß der Probleme entdeckt wurde, “erlitten die Investoren finanzielle Schäden”, so die Klage. Es ist auch von einem “künstlich aufgeblähten” Marktpreis die Rede, sowie von dem Einbruch der Aktie im Zuge der Launch-Probleme, Rückerstattungen und der Entfernung des Spiels aus dem PlayStation Store. Die Anwälte fordern Schadenersatz für die Anleger. Ein Betrag wurde nicht genannt. Zugleich ruft die auf “globale Anlegerrechte” spezialisierte Kanzlei dazu auf, sich der Klage anzuschließen. Die Sammelklage sei aber noch nicht zertifiziert, so die Kanzlei Rosen.

Auch Investoren in Polen erwägen eine Sammelklage, berichtete die New York Times. Eine andere Anwaltskanzlei, Wolf Haldenstein Adler Freeman & Herz, prüft ebenfalls “mögliche Ansprüche von Wertpapierinhabern.” CD Projekt hatte in den letzten Tagen wiederholt versucht, die Investoren zu beruhigen und berichtet, dass sich das Spiel trotz des chaotischen Starts über 13 Millionen Mal verkauft habe.

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