Corona-Warnapplikationen weltweit: Zwang, wenig Transparenz und Missbrauchsgefahr.

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Dies zeigt das Projekt “Covid Tracing Tracker” (CTT) in der US-Ausgabe der Technology Review.

Der CTT wurde im vergangenen Mai lanciert und hat seither regelmässig überprüft, wie die Kontaktverfolgung weltweit umgesetzt wird.

Erst vor kurzem mussten einige Einträge erneuert werden, da wesentliche Änderungen in der Art und Weise entdeckt wurden, wie die internationalen Anwendungen persönliche Daten verwenden und speichern.

Singapur: Mehr Überwachung für weitere Lockerung
Transparenzprobleme in Indien
Angst auf den Philippinen, Verbesserungen in Europa

Nicht überall ist es wie in Deutschland: In vielen Ländern, in denen Contact Tracking Apps gegen die Verbreitung des Coronavirus eingesetzt werden, wurde dem Datenschutz zunächst wenig Beachtung geschenkt.

In einigen Fällen gab es Verbesserungen, in anderen überhaupt nicht.

International verwenden die Länder sehr unterschiedliche Strategien für das COVID-19-Tracking.

Die Privatsphäre wird nicht immer respektiert.

Singapur ist das erste Land, das ein bedeutendes Kontaktverfolgungssystem eingeführt hat, und seine “TraceTogether”-Technik ist von vielen Ländern übernommen worden.

Doch obwohl die Nutzung des Programms zunächst freiwillig war, hat sich dies mit der globalen Ausbreitung der Pandemie und den steigenden Infektionsraten allmählich verschoben.

Gegenwärtig nutzen etwa 45 Prozent der 5,6 Millionen Einwohner des Landes TraceTogether – und das Land hat die App mit seinem digitalen Check-in-System “SafeEntry” verknüpft, das die Bewegungskoordinaten von Personen überwacht und Kontakte für die Koronaverfolgung speichert.

In Indien macht das Land unterdessen nur bescheidene Fortschritte mit seinem eigenen gigantischen Kontaktverfolgungssystem.

Die App “Aarogya Setu” wurde seit ihrer Veröffentlichung im April mehr als 160 Millionen Mal heruntergeladen – und wurde schon früh wegen ihrer mangelnden Transparenz und ihres nebulösen “freiwilligen” Status kritisiert.

Berichten zufolge sagte Bildungsminister Lawrence Wong, dass 70 Prozent des Landes das System nutzen müssten, um eine weitere Lockerung der so genannten “Phase 3”-Maßnahmen zu ermöglichen – dies sei aber nur mit staatlichem Zwang zu erreichen.

“Wenn wir sowohl eine höhere Nutzungsrate von TraceTogether als auch den weiteren Einsatz von SafeEntry haben (.

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) und die Transferrate im Unternehmen in dieser Zeit niedrig bleibt, dann haben wir gute Chancen, dass wir Phase 3 (.

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) bis zum Ende des Jahres erreichen werden”, sagte er.

In Singapur schreibt das Gesetz bereits vor, dass Gesundheitsinformationen auf TraceTogether hochgeladen werden müssen, wenn die Regierung Kontakt aufnimmt.

Das System von Singapur wird obligatorisch werden.

Die Regierung plant, die Nutzung dieser Systeme bis Ende Dezember verbindlich vorzuschreiben.

Die Einwohner werden dann die Smartphone-App oder ein anderes tragbares Gerät benutzen müssen, um SafeEntry jederzeit griffbereit zu haben – ohne diesen Check-in dürfen sie keine Geschäfte, Schulen oder andere öffentliche Orte betreten.

Doch trotz dieser Änderungen bleibt das Vertrauensverhältnis zwischen Regierung und Anwendern fragil.

Indiens nationales Zentrum für Informatik reagiert nicht auf Anfragen oder weicht ihnen aus.

Daher scheint niemand in der Lage zu sein, klar zu sagen, wer Aarogya Setu überhaupt erst entwickelt hat.

Aber die Regierung in Delhi hat seither an mehreren Fronten Fortschritte gemacht, zum Beispiel indem sie den Code der App zunächst für die Öffentlichkeit geöffnet hat, damit er von Außenstehenden leichter eingesehen werden kann.

Mitte November wurde zudem angekündigt, dass der Back-End-Code des Systems aus dem gleichen Grund freigegeben wird.

Die Bedingungen für den Austausch von Gesundheitsdaten wurden geklärt.

Die ursprüngliche Version dieses Papiers wurde durch das “Pandemic Technology Project” der Rockefeller Foundation unterstützt.

Im Vereinigten Königreich gab es erneut Verbesserungen bei der gemeinsamen Nutzung von Daten, den Transparenzkriterien und der Möglichkeit, Daten löschen zu lassen.

Die strengen EU-Datenschutzbestimmungen werden dort jedoch nicht mehr lange in Kraft bleiben – das Bexit rückt immer näher.

Nicht jedes Land ist datenschutzfeindlich.

In Europa gibt es positive Entwicklungen, zum Beispiel in Frankreich, wo es neue Schutzbestimmungen gibt, die verhindern sollen, dass Gesundheitsdaten mit anderen Regierungsstellen oder Strafverfolgungsbehörden ausgetauscht werden.

Auf den Philippinen gibt es Kontroversen über die Art und Weise, wie die App Daten verwendet.

Ein in diesem Jahr veröffentlichter Bericht bezeichnete die nationale App des Landes als “Borderline-Spionagesoftware” – und es wird befürchtet, dass das Regime von Präsident Rodrigo Duterte, der von Bürgerrechtsorganisationen der außergerichtlichen Tötungen beschuldigt wird, die gesammelten Daten missbrauchen könnte.

Da solche Informationen auf unbestimmte Zeit zurückgehalten werden, hat sich die Bewertung der philippinischen App durch das CTT verschlechtert.

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