Bar oder eher kontaktlos? Die EZB sieht die Bedeutung der Banknoten und Münzen schwinden.

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“Kontaktloses Bezahlen boomt”, “Krisengewinner Girocard” – gemessen an einigen Schlagzeilen des Korona-Jahres 2020 scheint die Bedeutung von Bargeld zu schrumpfen.

Doch verändert die Krise das Zahlungsverhalten der Menschen in Europa wirklich grundlegend – vor allem das der Deutschen, die Bargeld bevorzugen?

Deutschland zahlt immer noch überwiegend bar
“Stärkstes Wachstumsjahr für bargeldlose Zahlungen

Die Corona-Krise verändert auch das Verhalten vieler Verbraucher: Einkäufe werden häufiger per Plastikkarte oder Smartphone bezahlt.

Bargeld wird der EZB-Analyse zufolge besonders häufig in Malta (88 Prozent der Transaktionen), Zypern und Spanien (jeweils 83 Prozent) verwendet.

Deutschland liegt mit 77 Prozent in der oberen Hälfte der 19 Euro-Länder.

Am seltensten werden in den Niederlanden Banknoten und Münzen verwendet (34 Prozent).

Gemessen an den täglichen Kartenzahlungen pro Kopf liegt Deutschland unter dem Durchschnitt der Euro-Länder.

Nach Angaben der Währungshüter haben die Verbraucher in der Euro-Zone im vergangenen Jahr bei fast jedem vierten Zahlungsvorgang (24 Prozent) Plastikkarten verwendet.

Bei der Umfrage drei Jahre zuvor waren es noch 19 Prozent.

Der Anteil der Barzahlungen sank im gleichen Zeitraum von 79 auf 73 Prozent.

Die jüngsten Zahlen der Europäischen Zentralbank (EZB) bestätigen einen langjährigen Trend: Bereits im Jahr vor der Corona-Krise verlor Bargeld für die Verbraucher weiter an Bedeutung.

Zwar sind Scheine und Münzen nach wie vor das beliebteste Zahlungsmittel für kleinere Beträge an der Kasse.

Allerdings nimmt der Einsatz von Karten zu.

“In den letzten Jahren hat die digitale Revolution (.

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) hat in den letzten Jahren zu einer erheblichen Veränderung der Zahlungsgewohnheiten der Menschen geführt: Immer öfter halten wir zum Bezahlen einfach eine Karte vor uns her, ziehen sie mit unserem Smartphone durch oder verwenden eine Smartwatch”, fasst EZB-Direktoriumsmitglied Fabio Panetta zusammen.

Das Einzelhandelsforschungsinstitut EHI schätzt, dass im laufenden Jahr in deutschen Einzelhandelsgeschäften rund eine Milliarde Einkäufe weniger bar bezahlt werden als 2019.

“In jedem Fall wird 2020 als das stärkste Wachstumsjahr für bargeldlose Zahlungen in Deutschland seit Beginn der regelmäßigen Erhebungen des EHI im Jahr 1994 verzeichnet werden”, erklärte Horst Rüter, Leiter der EHI-Forschungsabteilung für Zahlungssysteme, Anfang November.

Eines ist sicher: Die Pandemie hat auch den bargeldlosen Zahlungsverkehr in Deutschland beflügelt.

In Zeiten des grassierenden Virus gilt das kontaktlose Bezahlen an der Kasse als sehr hygienisch.

Die Kunden brauchen im Vorbeigehen nur ihre Kreditkarte oder Girocard vor das Lesegerät zu halten, und die Daten werden verschlüsselt übertragen.

Je nach Betrag kann es jedoch notwendig sein, eine Geheimnummer (PIN) einzugeben.

Auch andere elektronische Verfahren wie Apple Pay oder Google Pay sind auf dem Vormarsch.

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