ARM: 30 Jahre fortschrittliche Sehschneidemaschinen…

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Am Dienstag, dem 27.

November 1990 gaben Apple, VLSI Technology und BBC Acorn Computer die Gründung eines Joint Ventures mit dem Namen Advanced Risc Maschines ltd in Cambridge bekannt.

Genauer gesagt befand sich der Hauptsitz in einer wunderschönen historischen Scheune aus dem 18.

Jahrhunderts in einem Dorf namens Swaffham Bulbeck, ein paar Meilen östlich von Cambridge.

Die Eltern

1990 überredete Apple die britische Firma BBC Acorn Computers, die Prozessorentwicklung in ein Joint Venture zu entkoppeln.

Der Name: ARM.

Die Aufgabe des neuen Unternehmens bestand darin, den von BBC Acorn eingebrachten ARM-Prozessor weiterzuentwickeln und zu vermarkten, der fortan Advanced RISC Machine statt Acorn RISC Machine genannt wurde.

Nach damaligen Berichten beteiligte sich Apple mit £1,5 Millionen ($3 Millionen) oder rund 30% an der neuen Firma.

Andere Quellen berichteten später von 43 Prozent, was dem Anteil von BBC Acorn Computer entsprach.

Die restlichen 14 Prozent sollen zwischen VLSI und Nippon Investment and Finance aufgeteilt worden sein.

Nun, ganz so war es natürlich nicht, denn Apple war sicherlich auf der Suche nach geeigneten Prozessoren für neue Produkte wie den geplanten Newton Messagepad.

Es evaluierte den Hobbit von AT&T, war aber nicht so glücklich damit.

Es sollte fast drei Jahre dauern, bis Apple tatsächlich den ersten Newton Messagepad 100 mit einem ARM-610-Prozessor vorstellte.

Apples Vizepräsident Larry Tessler sagte damals, dass seine Firma keine konkreten Pläne habe, die ARM-Chips in ihre Computer einzubauen.

Billige stromsparende RISC-Chips würden jedoch “aufregende neue Produkte” in der Branche schaffen.

Apple sieht seine erste Beteiligung an einer Chipfirma eher als eine Investition in die Unterstützung guter Technologie denn als eine Quelle für zukünftige Produkte.

Und natürlich erhielt er auch zahlreiche Auszeichnungen wie die Mitgliedschaft in der Royal Society und den Commander Order.

Promotion

Stephen Furber nahm nach Acorn eine Professur an der Universität von Manchester an, wo der 67-Jährige auch heute noch zu finden ist.

Hier entwickelte er die Amulette mit Asynchronprozessoren und arbeitete am SpiNNaker-Projekt (Spiking Neural Network Architecture) in Manchester, das eine Million ARM-Prozessoren verwendet, um einen kleinen Teil des menschlichen Gehirns zu simulieren.

Später entwickelte sie dann bei Broadcom den Firepath-Prozessor, der hauptsächlich in DSL-Modems verwendet wurde.

Noch heute ist sie in der DSL-Abteilung von Broadcom (Avago) tätig.

Sie hat zahlreiche Ehrungen erhalten, darunter die Aufnahme in die Royal Society.

Darüber hinaus erhielt sie die Ehrendoktorwürde der Universität Cambridge (2016) und im vergangenen Jahr den Orden “Commander of the British Empire Empire”.

Erst im Mai dieses Jahres erhielt Dr.

Wilson bei den David Wheeler Lectures einen spannenden Online-Vortrag über die Zukunft der Mikroprozessoren.

Die britische Firma BBC Acorn Computer, die damals zu 80 Prozent zum italienischen Olivetti-Konzern gehörte, brachte weniger Pfund, dafür aber hauptsächlich “Naturprodukte” ein: Zwölf Ingenieure und eine wertvolle Prozessorarchitektur.

Die “Eltern” dieser Architektur, Sophie Wilson und Stephen (Steve) Furber, gehörten jedoch nicht dazu.

Sophie Wilson blieb zunächst bei BBC Acorn und wurde dann CTO von Eidos Interactive (“Lara Coft”).

Als Beraterin unterstützte sie jedoch weiterhin das Joint Venture.

Die Geschichte, wie die Doktoren Wilson und Furber die ARM-Architektur bei Acorn entwickelten, kann in der “ARM Story” von c’t 2002 nachgelesen werden, die online verfügbar ist.

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