Arbeitskultur im Home-Office: Wer Kontrollverlust befürchtet, “führt falsch”.

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“Das falsche Kommunikationsmittel”.
Die Angst, die Kontrolle zu verlieren
Ein Team, das teilnimmt

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Gesetzentwurf von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) mit einem Rechtsanspruch auf ein Home-Office klar abgelehnt.

Das sei richtig so, sagt Teresa Hertwig, obwohl die Beraterin davon lebt, Unternehmen bei der Einführung von Home-Offices zu unterstützen.

“Eine Regelung würde voraussetzen, dass die meisten Unternehmen zögern, ein Home-Office zu nutzen”, so Hertwig.

Das sind sie aber nicht.

Die Korona wird viele Spuren hinterlassen.

Eine davon ist das Home-Office.

Doch diese Form der Arbeitsorganisation brauche eine neue Managementkultur, sagt die Beraterin Teresa Hertwig.

In jedem Fall ist Corona ein Katalysator für das Home-Office.

Unternehmen, die bisher diese Art der Zusammenarbeit abgelehnt haben, sehen, dass das Home-Office funktioniert.

Dank dieser Arbeitsorganisation ist die Produktivität vielerorts nicht so stark eingebrochen, wie zunächst befürchtet.

Seit drei Jahren begleite ich mit meiner Firma Unternehmen bei der Einführung von Home Offices und stelle fest, dass die Zahl der Anfragen von Unternehmen, die diese Form der Zusammenarbeit dauerhaft etablieren wollen, rapide zunimmt.

Ist Corona nun der Auslöser für Unternehmen, ernsthaft über die Einrichtung eines Home-Office nachzudenken?

Hertwig geht davon aus, dass sich der Arbeitsmarkt ganz von selbst zum Home-Office hin öffnen wird, denn Unternehmen mit einer Kultur der Präsenz werden bald keine Bewerbungen mehr erhalten und gute Mitarbeiter nicht halten können, denn “Corona hat allen gezeigt, dass Home-Offices gut funktionieren können”, sagt sie.

Vorausgesetzt, die Spielregeln sind festgelegt und die Vorgesetzten können aus der Ferne führen.

Gegenwärtig gibt es eine Vielzahl von Vereinbarungen, Instrumenten und individuellen Entscheidungen.

Unternehmen wollen dies ändern und einheitliche Regeln einführen, die im gesamten Unternehmen gelten.

Was ist für die Unternehmen am wichtigsten?

Was genau meinen Sie damit?

Der Home-Office-Anteil, d.h. wie viele Tage im Home-Office erlaubt sind.

Mindestens ebenso wichtig ist: Wie viele gemeinsame Präsenztage gibt es, an denen sich alle aus dem Team persönlich treffen? Neben der Ortsunabhängigkeit der Arbeit sollte eine mögliche Zeitsouveränität geregelt werden, d.h.: Gilt die Arbeitszeit aus dem Büro mit Kernzeiten oder gibt es eine Zeitunabhängigkeit? Ebenso wichtig ist es, die Erreichbarkeit zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten zu definieren.

Diese darf nicht zufällig sein.

Eine der wichtigsten Regelungen ist schliesslich der Umgang mit neuen Instrumenten.

Was muss unbedingt geregelt werden?

Welche Rolle spielen Vorgesetzte im Home Office?

Es sind immer die unterschiedlichen Erwartungen, deshalb sind die Spielregeln so immens wichtig.

Dazu gehört, wie schnell man auf eine Anfrage reagieren soll, wann man telefonisch erreichbar sein muss und ob man zwischendurch einkaufen und abends die Arbeitszeit verlängern kann. Und wir dürfen nicht vergessen, dass in unserem Heimbüro ein ganzer Sinn fehlt: das Sehen! Deshalb sollte Video für die Kommunikation im Home-Office eingesetzt werden, denn Gestik und Mimik sind im Gespräch äußerst wichtig.

Wenn das Home-Office versagt, was sind dann die entscheidenden Gründe dafür?

Herkömmliche Arbeitsorganisationen kommunizieren oft per E-Mail.

Um auf Distanz zusammenzuarbeiten, ist E-Mail das falsche Kommunikationsmittel.

Kollaborationswerkzeuge wie Microsoft Teams oder Trello sind die richtigen.

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