Wintereinbruch – Wie man richtig auf Eis und Schnee auf der Straße reagiert.

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Eine solche Wende wurde für etwa diese Woche angekündigt: Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) kann es auch in geringen Höhen Schnee oder Schneeregen geben, manchmal auch gefrierender Regen.

Zu dieser Jahreszeit müssen die Autofahrer in der Regel mit anderen, auch winterlichen Straßenverhältnissen rechnen.

“Wann wird es in unserem Land jemals Schnee geben?” Dieser Satz ist oft zu hören, wenn es um Winterreifen und einen der Jahreszeit angepassten Fahrstil geht.

Experten wie Bernd Stürmer vom TÜV Nord können das nicht verstehen: “Immer öfter erleben wir schnelle Wetterwechsel.

Eine vorsichtige Fahrweise ist angesagt.

Der ADAC erinnert die Fahrer auch daran, darauf zu achten, dass das Auto vor der Abfahrt frost- und eisfrei ist.

Entsprechende Kratzer und Besen sollten jetzt immer bereit sein.

Hier weitere Tipps des Automobilclubs für das Fahren im Winter:

Bei unklaren Strassenverhältnissen, zum Beispiel bei Schneefall oder Temperaturen bis zum Gefrierpunkt, rät Stürmer zu einer kurzen Bremsprobe auf der offenen Strasse.

Auch Bernd Stürmer vom TÜV Nord rät von hektischen Fahrmanövern im Winter ab.

Schnelles Beschleunigen sollte ebenso vermieden werden wie übereilte Lenkbewegungen, die das Auto schnell ins Schleudern bringen können.

Warum Notbremsungen in manchen Situationen wichtig sind
Tipps für Fahrer während der Ausbildung
Gute Winterreifen sind das A und O

Übung hilft den Fahrern, im Notfall richtig zu reagieren.

Ein gutes und nach Ansicht des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) viel zu wenig genutztes Fahrsicherheitstraining wird durchgeführt.

“Das lohnt sich immer, denn die Erfahrung zeigt, dass die Fahrer dann viel sicherer fahren”, sagt Welf Stankowitz vom DVR.

Einer der Schwerpunkte des Trainings ist das richtige Bremsen: Viele hätten Angst davor, voll zu bremsen, vor allem bei Eis und Schnee.

Doch das sei genau das Richtige, betont der Experte.

Die Elektronik im Antiblockiersystem regelt dann den Bremsvorgang optimal, so dass das Fahrzeug noch ausweichend gelenkt werden kann.

Ein Tagessatz kostet rund 120 Euro.

An den Kursen nehmen die Fahrer immer mit dem eigenen Auto teil.

“Bei den Trainings mit dem Gleitbelag bekommt der Autofahrer ein Gefühl dafür, was zu tun ist, wenn er auf rutschigem Untergrund ausrutscht oder ins Schleudern gerät”, sagt Hölzel.

In ganz Deutschland gibt es Fahrsicherheitszentren, die vom ADAC und den staatlichen Verkehrspatrouillen betrieben werden.

“Der rutschige Straßenbelag wird hier durch eine sehr effektive Gleitfläche simuliert.

Im Training kann man dann schon bei niedrigen Geschwindigkeiten üben, wie sich das Auto bei Schnee- und Eisbruch verhält”, sagt Andreas Hölzel vom ADAC.

Besonders knifflig können Kurven im Winter werden, wenn sie zum Beispiel teilweise vereist sind.

“In solchen Gebieten gilt vor allem: Nicht zu schnell beschleunigen, gleichmäßig lenken und auf keinen Fall die Reifen blockieren lassen”, so Stürmer.

Sonst fängt das Auto schnell an zu rutschen.

Entscheidend sei, so Stürmer, dass die Fahrer in den Übungen das nötige Geschick für den Umgang mit riskanten und gefährlichen Situationen erlernen und dann anwenden können.

Dazu gehört auch der Rat, die Kupplung zu treten, wenn das Auto zu rutschen beginnt.

Auf diese Weise kann das Auto wieder in die Spur kommen.

Wenn es um die Frage geht, ob Gangschaltung oder Automatik die bessere Wahl ist, gehen die Meinungen oft weit auseinander.

Beim Fahren auf winterlichen Straßen glauben Experten jedoch, dass die Automatik einen Vorteil hat.

Auf verschneiten Straßen, so Hölzel, sei das Anfahren meist einfacher.

Doch auch die besten Reifen nützen in einer Situation nichts, warnt der ADAC: “Wenn die Straße mit Eis bedeckt ist, zum Beispiel nach Eisregen, gibt es nur eins: Das Auto stehen lassen und auf den Straßenunterhalt warten.

Die Haftung zwischen Reifen und Straße ist gleich Null.

” (af)

“Aber egal, ob es sich um ein manuelles, automatisches oder allradgetriebenes Auto handelt – ohne gute und geeignete Reifen funktioniert auf rutschiger Fahrbahn nichts wirklich gut.

Jeder bremst gleich schlecht, wenn die Reifen nicht stimmen”, sagt Andreas Hölzel vom ADAC.

Gute Reifen sind bei eisigen Verhältnissen unerlässlich.

“Alle Fahrerassistenzsysteme, die das Auto stabil halten sollen, funktionieren nur mit dem Grip, den gute Reifen aufbauen können”, sagt Andreas Hölzel vom ADAC.

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