Hundekot auf der Straße, lautes Bellen im Haus – welche Rechte und Pflichten haben Tierbesitzer?

0

Nein, er darf dies nicht generell verbieten – ebenso wenig wie er die Haltung von Haustieren per se verbieten darf.

Klauseln in Mietverträgen, die solche Verbote formulieren, sind nach der aktuellen Rechtsprechung ungültig.

Das bedeutet aber nicht im Umkehrschluss, dass es grundsätzlich erlaubt ist, ein Haustier zu halten.

Es kommt auf den Einzelfall an.

Besitzer von Haustieren haben einige Verpflichtungen: Dazu gehört zum Beispiel, dass Hundebesitzer den Kot ihres Hundes an vielen Stellen von der Strasse entfernen müssen.

Sie haben aber auch Rechte: Ein Vermieter kann die Haltung von Haustieren nicht ohne weiteres verbieten.

Wir klären einige der häufigsten Fragen.

Bei Hunden und Katzen ist es komplizierter.

Ein Vermieter darf in einem Mietvertrag keine Klausel schreiben, die besagt, dass Hunde und Katzen in seiner Wohnung generell tabu sind.

Bei kleinen Tieren wie Wellensittichen, Goldfischen, Meerschweinchen und Hamstern ist die Situation klar.

Es ist immer erlaubt, sie in der Wohnung zu halten, auch wenn dies nicht im Mietvertrag steht.

Er muss sie auch haben, wenn er ein Tier für längere Zeit stillschweigend in seinem Haus oder seiner Wohnung geduldet hat.

Auch eine solche Duldung kann von ihm nicht einfach so zurückgenommen werden.

Das heißt: Der Mieter erhält am besten eine schriftliche Bestätigung, dass er das Tier in der Wohnung halten darf.

Eine solche Bestätigung kann vom Vermieter nicht ohne weiteres widerrufen werden.

Er müsste bereits gute Gründe dafür haben.

Wenn er aber innen schreibt, dass er der Haltung eines solchen größeren Tieres erst zustimmen möchte, bevor es angeschafft wird, muss der Mieter das berücksichtigen.

Haustier in der Wohnung: Darf ein Vermieter die Haltung eines Hundes oder einer Katze verbieten?
Darf ein Vermieter von mir verlangen, dass ich meinen Hund weggebe, wenn er zu viel bellt?
Haustier auf der Strasse: Muss ich meinen Hund immer an der Leine führen?
Muss ich die Exkremente meines Hundes vom Gehsteig entfernen?
Muss ich mein Haustier bei der Stadt oder Gemeinde anmelden?
Wer haftet, wenn mein Haustier Schäden verursacht oder jemanden beißt?
Kann ich meinen Hund in einem Zwinger halten?
Bin ich verpflichtet, mein Haustier zum Tierarzt zu bringen, wenn es krank wird?
Kann ich etwas an mein Tier weitergeben?
Kann ich mein Tier in meinem Garten vergraben?

All diese Punkte gelten nicht für Besitzer gefährlicher Tiere wie z.B. Giftschlangen.

Hierfür muss immer die Erlaubnis des Vermieters eingeholt werden.

Laut der Leiterin der Rechtsabteilung beim Deutschen Tierschutzbund, Evelyn Ofensberger, ist eine Genehmigung hier jedoch eher der Ausnahmefall.

In diesen Zeiten müsse ein Hundehalter dafür sorgen, dass die Nachbarn nicht durch lautes Hundegebell belästigt werden, sagte der Präsident des Oberlandesgerichts Dresden, Gilbert Häfner, dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR).

Dazu könne er den Hund zum Beispiel in einen schallisolierten Raum bringen.

Es gibt verschiedene Gerichtsentscheidungen, wie lange und wie laut ein Hund bellen darf.

Diese betrafen oft bestimmte Tageszeiten, wie Nacht oder Mittag, oder Feiertage.

Eine gesetzliche Regelung für die Ruhestörung durch Tiere gibt es nicht, der Deutsche Tierschutzbund weist jedoch darauf hin, dass ein Hundehalter seinem Tier nicht vorschreiben kann, wann und wie lange es bellen darf.

Das betrifft �brigens nicht nur das Bellen, sondern auch andere Dinge, die andere Hausbewohner an einem Tier stören können: Schmutz im Treppenhaus oder im Garten, wenn das Tier stinkt oder Nachbarn Angst vor dem Tier haben.

Das ist gelegentlich nicht die Ansicht der Gerichte.

Es kommt also auch hier auf den Einzelfall an.

Bei Beschwerden sollten Mieterinnen und Mieter, Vermieterinnen und Vermieter sowie Nachbarinnen und Nachbarn versuchen, eine Lösung zu finden, mit der alle leben können.

Einige Bundeslaender haben eine solche Leinenpflicht.

Manchmal gilt sie nur für bestimmte Bereiche, wie z.B. Kinderspielplätze oder Fußgängerzonen, oft betrifft sie aber auch größere Flächen.

Wenn dies der Fall ist, muss die Verwaltung dafür sorgen, dass es genügend Flächen gibt, auf denen die Hunde noch frei laufen können.

In Berlin zum Beispiel gilt seit Anfang des Jahres eine Regelung, nach der Hunde auf allen Straßen, Plätzen, Bussen, Bahnen, in Parks und Wäldern an der Leine geführt werden müssen.

Sie duerfen aber nur Hundebesitzer beruecksichtigen, die ihr Tier nach dem 22.

22. Juli 2016 ihr Tier gekauft haben.

Bitte teilen Sie diesen Artikel auf Facebook mit! Teilen ist liebevoll….

Share.

Leave A Reply