Angehörige wieder ausladen? Die Etikette für die Weihnachtsplanung von Corona.

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So individuell wie die Menschen, so unterschiedlich sind die Lösungen, die in einer Situation gefunden werden müssen, die keiner von uns jemals zuvor erlebt hat.

Wir alle wissen, dass Weihnachten 2020 wegen der Corona-Pandemie anders aussehen wird.

Schwieriger ist es, die Frage zu beantworten, was das für jede einzelne Familie bedeutet.

Wer gehört zum inneren Kreis, wer bleibt außen vor?

Hermans gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Planung der Weihnachtsfeier:

Nun müssen heikle Fragen geklärt werden, die ein hohes Spaltungspotenzial besitzen, sagt der Diplom-Psychologe und Familientherapeut Björn Enno Hermans.

“Denn gleichzeitig geht es immer auch um die Frage, wer in einer Familie wem was verschreiben darf.

Die Art und Weise, in der solche Dinge geschehen, hängt natürlich von den Umständen ab: “Persönlich ist am besten, aber das wird oft nicht möglich sein, wenn Oma und Onkel woanders wohnen”, sagt Hermans.

Ob man die Debatte digital oder analog per Brief führen will, ist Geschmackssache.

Der Experte rät, sich auf die Richtlinien der Regierung zu beziehen.

“Das ist im Moment recht hilfreich, denn es geht nicht so sehr um die eigene Position.

“Im Zweifelsfall kann man mit der zulässigen Anzahl von Personen argumentieren und sagen: “Das sind die Regeln, und wir würden uns gerne daran halten.

1.

Wenn ich den Kreis klein halten will – wie lade ich Verwandte wieder ab?
2.

Wie gehe ich damit um, dass die Verwandten die Regeln nicht einmal anerkennen – weil sie z.B. Corona ablehnen?
3.

Wie storniere ich selbst eine Einladung?
4.

Wie viel Zeit kann ich mir selbst einräumen, um eine Einladung abzusagen?
5.

Wie finden Groß- und Patchworkfamilien eine Lösung?
6.

Kann sich das Ganze positiv auf die Familien auswirken?

“An diesem Punkt würde ich unterscheiden zwischen echten Leugnern, die die Fakten ignorieren, und Leuten, die die Maßnahmen kritisieren oder andere Standpunkte dazu haben”, sagt Hermans.

Diejenigen, die vermuten, dass dies nicht möglich sein wird, können dann auch sagen, dass sie unter diesen Umständen nicht gemeinsam feiern wollen.

“Dies transparent zu machen ist immer noch besser, als eine Art Ausrede dahinter zu erfinden”, sagt Hermans.

Letztlich müsse sich jeder subjektiv eine Schmerzgrenze setzen: Was kann ich als weiteren Gesichtspunkt respektieren? Kann ich der anderen Person diese Position zugestehen und ab welchem Punkt wird sie mir zu irrational? Dann bleibt nur noch zu sagen: “Wir haben unterschiedliche Standpunkte und werden nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen.

“Sie können dann mit dieser Person vereinbaren, bestimmte Corona-Themen zu Weihnachten auszuschliessen.

Auch hier rät Hermans, seine Bedürfnisse so transparent wie möglich zu kommunizieren: “Sozusagen offen sagen, aus welchem Anliegen heraus man von dieser Einladung zurücktreten möchte und bittet, sie nicht persönlich zu nehmen, sondern die Entscheidung im Sinne der Sorge um eine Ansteckung zu respektieren.

Dies müsse nicht im November geschehen, sagt Hermans.

Spätestens zwei Wochen vor Heiligabend sollten Sie sich aber positioniert haben.

“Eine gewisse Vorlaufzeit hilft allen anderen, sich daran zu gewöhnen und gibt Planungssicherheit.

Auch Hermans tut sich schwer, eine klare Antwort auf diese Frage zu geben.

“Ich würde die Bedürfnisse, insbesondere die der Kinder, aber auch die der Erwachsenen betrachten.

Ist es möglich, eine Lösung zu finden, die allen gerecht wird?”

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