Südkorea bestätigt die meisten COVID-19-Fälle seit März.

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Das Verteidigungsministerium kündigt ein vorübergehendes Urlaubs- und Ausflugsverbot nach einem Ausbruch in einem Armee-Bootcamp an.

Südkorea hat fast 600 neue Fälle von Coronaviren gemeldet – die höchsten seit mehr als acht Monaten – da das Land trotz monatelanger strenger landesweiter Sicherheitsmaßnahmen eine dritte Infektionswelle eindämmen will.

Die Korea Disease Control and Prevention Agency (KDCA) sagte, dass “sporadische Cluster-Infektionen im ganzen Land” aus privaten Versammlungen, öffentlichen Einrichtungen, Krankenhäusern und dem Militär für die meisten der 583 neuen Fälle am Donnerstag verantwortlich seien.

Die neueste Zahl markiert das erste Mal, dass die Zahl der täglichen COVID-19-Fälle seit dem 6. März, als die Zahl aufgrund eines Ausbruchs in der Stadt Daegu 518 erreichte, 500 überschritten hat.

Die Zahl ist auch höher als der Spitzenwert der zweiten Welle von 441 Fällen am 27. August, wie die Nachrichtenagentur Yonhap berichtet.

Die täglichen Infektionen liegen seit dem 8. November im dreistelligen Bereich.

Ausbruch eines Ausbildungslagers der Armee

Angesichts der sich beschleunigenden Fälle kündigte das Verteidigungsministerium ein vorübergehendes Urlaubs- und Ausreiseverbot für alle Truppen ab Freitag an, nachdem in einem Armee-Bootcamp eine Gruppe von Fällen bekannt wurde.

Bis zum 7. Dezember werden alle Truppen auch innerhalb ihrer Kasernen verschärften sozial-distanzierenden Regeln unterworfen.

Am Mittwoch wurden Dutzende von neu angeworbenen Soldaten in einer Militäreinrichtung in der zentralen Grenzstadt Yeoncheon positiv auf COVID-19 getestet.

Die dritte COVID-19-Welle im Land bedroht nun auch eine landesweite College-Aufnahmeprüfung, die für nächsten Donnerstag geplant ist [Akte: Heo Ran/Reuters].

Bis Donnerstag wurde die Krankheit bei 66 neu angeworbenen Soldaten und vier Offizieren der Einheit bestätigt.

Die dritte COVID-19-Welle im Land bedroht nun auch eine landesweite College-Aufnahmeprüfung, die in einer Woche abgehalten werden soll.

Die Gesamtzahl der Fälle seit Beginn der Pandemie hat bereits 32.318 erreicht, obwohl die Zahl der Todesfälle mit 515 relativ niedrig geblieben ist.

Südkoreas Reaktion auf die Pandemie wurde von Gesundheitsexperten oft als eine der wirksamsten gelobt, da bereits im Frühstadium der Pandemie Massenversuche eingeführt wurden.

Auch die Kontaktverfolgungstechnologie wurde wegen ihrer Effizienz angeführt, obwohl auch Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes geäußert wurden.

Als Reaktion auf die jüngste Infektionswelle haben die Gesundheitsbehörden im Großraum Seoul, in dem die meisten aktiven Fälle Südkoreas auftreten, den sozialen Abstand auf das dritthöchste Niveau angehoben.

Laut Yonhap prüfen die Gesundheitsbehörden landesweit weitere Optionen für strengere sozial-distanzierende Vorschriften.

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