Polizeigewalt in Frankreich – Ermittlungsverfahren gegen vier Beamte.

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Ein Video von dem Vorfall, das am Donnerstag veröffentlicht wurde, hatte im ganzen Land Empörung und Proteste ausgelöst.

Es zeigt mehrere Polizeibeamte, die den Produzenten am Eingang seines Studios massiv mit Schlägen attackierten.

Kurze Zeit später fliegt eine Tränengaspatrone in das Studio.

Nach einem brutalen Angriff auf einen schwarzen Musikproduzenten in Frankreich wurde ein Ermittlungsverfahren gegen vier Sicherheitskräfte eingeleitet.

Wie die Deutsche Presseagentur am Montag aus Justizkreisen erfuhr, wurden zwei von ihnen in Untersuchungshaft genommen.

Zwei weitere stehen daher unter richterlicher Aufsicht.

Noch am Sonntagabend hatte die Pariser Staatsanwaltschaft gefordert, ein Ermittlungsverfahren gegen die vier Offiziere einzuleiten.

Ein solches Verfahren könnte letztlich zu einem Strafprozess führen, wenn die Ermittler genügend Beweise gegen die Angeklagten sehen.

Andernfalls können sie das Verfahren auch einstellen.

Drei der Beamten wird unter anderem rassistische Gewalt von Amtsträgern, Hausfriedensbruch und Urkundenfälschung vorgeworfen.

Der vierte Beamte wird der Gewalt durch Amtsträger und der Beschädigung von Eigentum beschuldigt.

Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin hatte die Entlassung der Polizeibeamten gefordert, falls sich die Vorwürfe bestätigen sollten.

Sie hätten “die Uniform der Republik beschmutzt”.

Er selbst soll sich nun, unter zunehmendem politischen Druck, am Montag in der Nationalversammlung zu den Vorfällen äußern.

Präsident Emmanuel Macron hatte die Gewalt als inakzeptabel verurteilt.

Vorfall heizt Debatte über Sicherheitsgesetz in Frankreich weiter an

Der Angriff auf den Musikproduzenten ist bereits der zweite Fall von Polizeigewalt, der in der vergangenen Woche in Frankreich Entsetzen und massive Kritik auslöste.

Am vergangenen Montag wurden Videos über eine brutale Evakuierung eines provisorischen Zeltlagers von Migranten auf dem Place der la République in Paris in Umlauf gebracht.

Auch hier sind die Ermittlungen im Gange.

Am Wochenende zogen mehr als 100 Migranten durch das ganze Land.

000 Menschen marschierten durch die Straßen, um gegen das geplante Gesetz und die Polizeigewalt zu demonstrieren.

Allein in Paris waren es nach Angaben des Innenministeriums 46.

000.

Die Organisatoren sprachen von insgesamt 500.

000 Demonstranten und 200.

000 in der Hauptstadt.

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Die Vorfälle haben die bereits heftige Debatte über ein geplantes Sicherheitsgesetz in Frankreich weiter angeheizt.

Nach Angaben der Regierung soll das Gesetz die Polizei besser schützen.

Besonders umstritten ist ein Artikel, der es unter Strafe stellt, Bilder von Sicherheitsbeamten in Aktion zu veröffentlichen, wenn dies mit dem Ziel geschieht, die physische oder psychische Integrität der Polizisten zu verletzen.

Eine Gefängnisstrafe von einem Jahr oder eine Strafe von 45 Jahren.

000 Euro könnte die Folge sein.

Das Unterhaus hat dem Plan bereits zugestimmt, jetzt ist der Senat an der Reihe.

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