Wie sich Gesundheit und Ernährung im Jahr 2021 verbessern werden

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Corona-Krise löst Gesundheitsreformen aus

Die Corona-Krise hat im Jahr 2020 vor allem im Gesundheitsbereich eine wichtige Rolle gespielt. Neben viel Not hat sie aber auch dazu geführt, dass sich einige entscheidende Aspekte im Bereich der Gesundheit und Ernährung verbessern. Vor allem die Digitalisierung soll in Zukunft weiter vorangetrieben werden. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen klärt über die wichtigsten Gesetzesvorhaben für das Jahr 2021 auf.

Krankenkassenwechsel leichter machen

In der Regel ist es möglich, die Mitgliedschaft in einer Krankenkasse zum Ende des übernächsten Monats zu kündigen. Ab Januar soll die Mindestvertragslaufzeit von 18 auf 12 Monate (die sogenannte Bindungsfrist) verkürzt werden, damit die Krankenkassen ab 2021 schneller wechseln können. Auch die Änderung wird vom Gesetzgeber vereinfacht, da die Versicherten künftig automatisch eine neue Krankenkasse wählen und beitreten können, statt ein Kündigungsschreiben verfassen und zustellen zu müssen. Mittels eines neuen Meldeverfahrens wird die bisherige Krankenkasse künftig sofort über die Kündigung informiert. Damit entfällt die bisherige Kündigungsbestätigung. Arbeitnehmer können ihren Arbeitgeber formlos über einen Wechsel der Krankenkasse informieren. Über den Meldeprozess des Arbeitgebers wird die Bestätigung dann elektronisch übermittelt.

Achtung: Bei einem beabsichtigten Wechsel zu einer privaten Krankenkasse oder bei einem Wechsel ins Ausland wird von den Versicherten zusätzlich eine Mitteilung in Textform erwartet – dies kann auch eine E-Mail sein.

Krankmeldung nur noch auf digitalem Weg

Was bereits während der Corona-Krise galt, wird ab 2021 Gesetz: Die Berufsunfähigkeitsbescheinigung wird künftig nur noch digital ausgestellt. Der Arzt würde sie dann sofort elektronisch an den Arbeitgeber weiterleiten. Auch Arbeitgeber könnten ab 2022 direkt bei den Krankenkassen anrufen und so sehen, wann die Lohnfortzahlung endet.

Verpflichtender Masern-Impfpass für Kinder bis 31. Juli

Schlechte Zeiten für Impfkritiker: Eltern müssen bis zum 31. Juli 2021 nachweisen, dass ihr Kita- oder Schulkind gegen Masern geimpft ist. Diese Frist erstreckt sich auch auf die Mitarbeiter der jeweiligen Einrichtungen, die ebenfalls geimpft sein sollen. Ein Eintrag in den Impfausweis oder das gelbe Kinderuntersuchungsheft, die den Nachweis der Impfung erbringen. Die Menge der Antikörper gegen das Masernvirus im Blut kann bestimmt werden, wenn die Unterlagen vernichtet wurden. Sind diese vorhanden, gilt das als Bestätigung – ebenso wie eine bereits durchgemachte Krankheit. Letzteres sollte eine ärztliche Bescheinigung sein. Wer sich dieser neuen Regelung widersetzt, muss mit einem Bußgeld von bis zu 2.500 Euro rechnen.

Versichertenbeschluss zur elektronischen Patientenakte

Die Krankenkassen müssen ihren Mitgliedern ab dem 1. Januar 2021 eine elektronische Patientenakte (ePA) zur Verfügung stellen. Dort sollen Befunde, Medikamente, elektronische Verordnungspläne, Arztbriefe und Impfstoffe aufgelistet werden. Der Arzt kann sich über die ePA im Notfall leicht über den medizinischen Hintergrund eines Patienten informieren und sich somit maßgeschneidert verhalten. Außerdem werden unnötige Doppeluntersuchungen und -behandlungen vermieden. Das Patientendatenschutzgesetz (PDSG) schreibt vor, dass Ärzte nur Patientendaten in die ePA eintragen, die im Zusammenhang mit dem aktuellen Behandlungsfall erhoben werden. Das bedeutet, dass nicht alle bisherigen Daten und medizinischen Befunde eingetragen werden müssen.

Das Anlegen einer ePA ist für Versicherte freiwillig. Wer sich dafür entscheidet, kann bestimmen, welche Daten erfasst werden und wer darauf Zugriff hat. Der Zugriff auf die ePA erfolgt kostenlos über die App der jeweiligen Krankenkasse.

Digitale Verschreibung

Ab dem 1. Juli 2021 wird das digitale Rezept in Kraft treten. Das bedeutet, dass Patienten dann auch in (Online-)Apotheken mit Hilfe einer zentralen App Rezepte auf ihrem Smartphone einlösen können. Wie diese App in Zukunft heißen wird, steht noch nicht fest. Mit der Einführung des neuen digitalen Rezepts können Patienten auch direkt per Smartphone bei der Apotheke ihrer Wahl nachfragen, ob und wann das Medikament verfügbar ist. Darüber hinaus werden Ärzte dann berechtigt sein, E-Rezepte per Videosprechstunde auszustellen. Damit entfällt der Gang in die Arztpraxis komplett. Die Papierversion von Rezepten bleibt auch im neuen Jahr bestehen. Ab dem 1. Januar wird das E-Rezept durch das Patientendatenschutzgesetz (PDSG) sogar zur Pflicht. Bis auf wenige Ausnahmen dürfen Apotheken dann nur noch Medikamente abgeben, wenn ein E-Rezept vorliegt.

28-Tage-Frist für Heilmittel

Bisher mussten Therapien wie Krankengymnastik, Logopädie, Physiotherapie, Ergo- oder Ernährungstherapie oder podologische Therapie innerhalb von 14 Tagen nach dem Verordnungsdatum begonnen werden. Ab Janua

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