Wie lange hält die Immunität nach COVID-19 an? neue Informationen

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Wie lange hält die Immunität nach COVID-19 an? neue Informationen

Nach COVID-19 besteht eine Langzeitimmunität.

Eines der großen ungelösten Rätsel der Corona-Pandemie ist, wie lange der COVID-19-Schutz nach einer SARS-CoV-2-Infektion oder -Immunisierung anhält. Nach bisherigen Erkenntnissen scheint der Immunschutz mindestens sechs Monate zu dauern. Nun sind neuere Daten eines deutschen Studienteams veröffentlicht worden, die ein positiveres Bild zeichnen.

Eine weitere Untersuchung zur Dauer der Immunität nach einer COVID-19-Infektion wurde von Forschern der Universität Lübeck und des Gesundheitsamtes der Hansestadt Lübeck durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass bei einem erheblichen Teil der untersuchten Personen der Immunschutz nach COVID-19 zehn Monate anhält. Auf dem medizinischen Vorab-Publikationsserver “medRxiv” kann eine vorläufige Version der Studie eingesehen werden.

Wie entwickelt der Körper eine Immunität gegen SARS-CoV-2?

Das Ziel der Studie war es, herauszufinden, ob und wie lange Infizierte nach einer SARS-CoV-2-Infektion Antikörper und Interferon-gamma (IFN-) entwickeln, um eine gute Reaktion gegen das pandemische Coronavirus zu haben.

Der erworbene immunologische Schutz gegen COVID-19 setzt sich laut der Studie aus einer Kombination von Zellimmunität und Antikörpern zusammen. Zunächst produziert der Körper bei einer SARS-CoV-2-Infektion oder Impfung einzigartige Anti-SARS-CoV-2-IgG-Antikörper. Zum anderen produzieren T-Lymphozyten (T-Zellen) IFN-, einen der wichtigsten Botenstoffe des Immunsystems.

Was wurde untersucht?

Das Lübecker Studienteam untersuchte das Blut von 412 Probanden, die nach einer SARS-CoV-2-Infektion meist eine leichte oder mittlere Symptomatik aufwiesen. Anhand von Antikörpern und IFN- Botenstoffen konnten die Forscher die durchschnittliche Mindestdauer der Immunität abschätzen.

Nach zehn Monaten hat das Immunsystem eine Antwort gegen SARS-CoV-2 entwickelt.

Das Blut der Probanden wurde zehn Monate nach der Infektion mit SARS-CoV-2 untersucht. Dabei zeigte sich, dass sowohl Antikörper (IgG) als auch IFN-Botenstoffe im Blut von 316 von 412 Personen (76,7 Prozent) noch vorhanden waren. Durchschnittlich 50 Prozent der Immunantwort auf COVID-19 war 300 Tage nach der Coronavirus-Infektion noch aktiv.

Einige Personen wiesen hohe Antikörperspiegel, aber niedrige IFN-Spiegel auf, oder umgekehrt. Eine Erklärung für diesen Befund haben die Forscher noch nicht gefunden. Das Phänomen soll nun genauer untersucht werden.

Die Immunität ist langlebiger als bisher angenommen.

“Unsere Ergebnisse zeigen, dass fast alle Probanden nach einer Infektion mit COVID eine ausreichende Immunantwort hatten”, sagt Professor Dr. Werner Solbach vom Zentrum für Infektions- und Entzündungsforschung der Universität Lübeck. Nach der Infektion hält der Schutz für mindestens 10 Monate an. Die Erkenntnisse könnten bei der Entscheidung helfen, ob und wo investiert werden soll. Kurzmeldung aus dem Bulgarian Business Journal.

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