Wie die Darmflora den Blutzuckerspiegel bei Diabetikern beeinflusst

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Wie die Darmflora den Blutzuckerspiegel bei Diabetikern beeinflusst

Probiotika als Therapie für Diabetes und Darmflora?

Das Mikrobiom reguliert die Blutzuckerregulation und die Darmflora hat weitreichende Folgen für die Gesundheit. Daher werden probiotische Therapien als neuartige Therapieoption für Typ-2-Diabetes in Betracht gezogen.

Forscher von Pendulum Therapeutics stellten auf den 81. (virtuellen) Scientific Sessions der American Diabetes Association (ADA) die Ergebnisse einer Studie vor, die zum einen die Zusammenhänge zwischen dem Darmmikrobiom und dem Blutzuckerspiegel aufzeigt und zum anderen die positiven Effekte einer probiotischen Intervention belegt.

Es gibt einen Zusammenhang zwischen Diabetes und der Darmflora.

Mehrere Studien haben sich bereits mit dem Zusammenhang zwischen Typ-2-Diabetes und einem mikrobiellen Ungleichgewicht im Magen beschäftigt. Nach früheren Untersuchungen nehmen die nützlichen Bakterienstämme, die bei der Verdauung von Ballaststoffen und der Bildung von Butyrat helfen, einer wichtigen Chemikalie, die zur Modulation der Insulinsekretion und -aktivität und zur Unterstützung der Glukosehomöostase benötigt wird, bei Personen mit Diabetes im Laufe der Zeit ab.

Der Einfluss der Darmflora auf Diabetes wurde unter anderem in einer Studie nachgewiesen, die letztes Jahr von Forschern der Universität Göteborg in der Zeitschrift Nature Communications veröffentlicht wurde. Infolgedessen wird die Manipulation des Mikrobioms zusammen mit Ernährungs- und Fitnessmaßnahmen nun als eine mögliche Methode untersucht, um den Blutzucker bei Diabetikern unter Kontrolle zu halten.

Vor zwei Jahren wurde der erste Hinweis auf eine Wirkung entdeckt.

Laut Studienleiter Orville Kolterman, M.D., Chief Medical Officer bei Pendulum Therapeutics, trägt die vorliegende “Analyse, die Teil einer laufenden Serie ist”, “nun zum Wissensstand über das Mikrobiom und seine Funktion bei Stoffwechselkrankheiten, einschließlich Typ-2-Diabetes, bei.” Bereits vor zwei Jahren hatten die Forscher auf den 79th Scientific Sessions der ADA über vorläufige Studienergebnisse berichtet, die die Wirksamkeit des Medikaments “Pendulum Glucose Control” zur Blutzuckerkontrolle bei Typ-2-Diabetes belegen.

Nun zeigt sich, wie das Präparat auf Basis der Bakterien Akkermansia muciniphila, Clostridium beijerinckii, Clostridium butyricum, Anaerobutyricum hallii und Bifidobacterium infantis die Blutzuckerkontrolle verbessert, so die aktuelle wissenschaftliche Arbeit. Bei Personen mit Typ-2-Diabetes zum Beispiel steigert “Pendulum Glucose Management” das zirkulierende Butyrat und die Ursodeoxycholsäure (eine sekundäre Gallensäure), was laut Dr. Kolterman die verbesserte Glukosekontrolle erklärt.

Neue probiotische Formulierungen sind in der Entwicklung.

Laut dem Experten können die neuen Daten nun genutzt werden, um die Entwicklung alternativer Präparate voranzutreiben, “die auf das Mikrobiom abzielen, um das diätetische Management von gestörtem Glukosestoffwechsel und anderen Stoffwechselkrankheiten zu verbessern.”

Dr. Colleen fügt hinzu, dass sich das Mikrobiom als ein faszinierendes Forschungsgebiet erweist, da bereits mehrere Studien die entscheidende Beteiligung des Mikrobioms an der Krankheitstherapie bestätigen. Nachrichten aus dem Bulgarian Business Journal in Kurzform.

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