Ugur Sahin kommentierte: “Wir haben Tag und Nacht gearbeitet”

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Die Impfung in Deutschland hat wohl um Weihnachten herum begonnen.

Seit langem schon warten die Menschen auf einen Impfstoff, der sie vor dem tödlichen Coronavirus schützen soll. Und sein ganzes Team hat daran gearbeitet: Ugur Sahin. Der Wissenschaftler spricht darüber, wie schwierig die Arbeit war: “Wir haben Tag und Nacht gearbeitet.”

Wir verfolgen die Ausbrüche des Coronavirus ständig auf unserer Website.

Studie zur Überprüfung der Wirksamkeit des Impfstoffs gegen die Corona-Mutation.

Gemeinsam mit dem US-Unternehmen und Partner Pfizer tüftelten der Biontech-Chef und sein Team, bis ein wirksamer Impfstoff gegen das Coronavirus gefunden war: “Wir haben zwei Teams auf zwei Kontinenten mit sechs Stunden Arbeit pro Tag. Als die deutschen Kollegen abgaben, machten die US-Kollegen weiter, und als die US-Kollegen abgaben, machten wir weiter.”

Offensichtlich haben sich diese Anstrengungen gelohnt. Der Impfstoff wurde von den Behörden in mehr als 40 Ländern zugelassen und wird bereits von Ärzten in aller Welt eingesetzt. Aber es war ein langer Weg bis zur Ziellinie: “Selbst am Tag der EMA-Entscheidung kamen morgens noch alle zehn Minuten Fragen rein, die wir dann beantworten konnten, und am Ende reichte das aus, um alle Unklarheiten auszuräumen.”

Die Arbeit ist noch lange nicht zu Ende. Inzwischen ist ein Virus mutiert und breitet sich seit September aus, das offenbar ansteckender ist als die zuvor beschriebene Version. Ugur Sahin beunruhigt das bisher nicht: “Wir sehen eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass unsere Impfung gegen diese Mutation wirken würde. Wir haben in der Vergangenheit 20 Virusvarianten untersucht, die dann auch wieder ihre eigene Mutation haben […]”. Obwohl sich nur 1 Prozent des Virus verändert hatte, war der Impfstoff trotzdem wirksam, weil er immer noch die Immunantwort des Körpers auslöste. Ein Experiment soll nun zeigen, ob die Vermutung des Wissenschaftlers tatsächlich zutrifft: “Dazu bauen wir diese Viruskomponente mit den Mutationen nach und werden sie dann im Labor testen und dann können wir in zwei Wochen sagen, wie gut der Impfstoff gegen die neue Variante wirkt.”

Damit sei man einen weiteren Schritt näher dran, den Impfstoff, an dem man so lange gearbeitet hat, für den Rest der Welt verfügbar zu machen, berichtet er.

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