Tularämie-Erreger können in der Kaninchen-Epidemie monatelang ohne Wirt leben.

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Tularämie-Erreger können in der Kaninchen-Epidemie monatelang ohne Wirt leben.

Das Rätsel der Tularämie-Übertragung ist gelöst.

Francisella tularensis Bakterien gehören zu den pathogensten Bakterien, die die Wissenschaft entdeckt hat. Die Bakterien produzieren Tularemie, eine anzeigepflichtige Zoonose, die vor allem Nagetiere wie Hasen befällt, daher der andere Name der Krankheit, Kaninchenpest. Tularämie ist eine Krankheit, die tödlich sein kann, wenn sie auf den Menschen übergreift. Ein wissenschaftliches Team hat kürzlich ein langjähriges Rätsel um die Ausbreitung der Krankheit gelöst.

Forscher der Northern Arizona University haben ein Rätsel der Tularemie-Übertragung gelöst. Die Studie bietet eine glaubwürdige Erklärung dafür, wie Francisella tularensis über lange Zeiträume ohne Wirt in der Umwelt leben kann. Die Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Zeitschrift Applied and Environmental Microbiology.

Francisella tularensis: eine Biowaffe im Entstehen?

Francisella tularensis wird aufgrund der außergewöhnlichen Infektiosität des Bakteriums und der hohen Sterblichkeitsrate des amerikanischen Subtyps als ernstzunehmende potenzielle bioterroristische Gefahr angesehen. Nach Angaben der Forscher werden zehn Organismen benötigt, um ein Individuum zu infizieren. Ein wichtiges Ziel sei es, den Lebenszyklus und das Verhalten des Bakteriums besser zu verstehen, so die Forscher.

Der rätselhafte Lebenszyklus von Francisella tularensis

Allerdings gab es gewisse Lücken im Verständnis der Übertragung des Bakteriums. Zum Beispiel kann Francisella tularensis nicht durch menschlichen Kontakt verbreitet werden. Es kann jedoch durch direkten oder indirekten Kontakt mit infizierten Tieren auf den Menschen übertragen werden. Außerdem kann das Bakterium außerhalb des Wirts in einem ruhenden Zustand über längere Zeit überleben. Die Forscher konnten nun mehr über den Lebenszyklus des gefährlichen Bakteriums erfahren.

Das Bakterium im Winterschlaf

Wie die Forschergruppe zeigt, können die Hasenpest-Erreger außerhalb von Wirten überleben, indem sie in eine Art Winterschlaf gehen. In diesem Zustand bleiben sie zwar lebensfähig, können sich aber nicht vermehren. Dieses Phänomen ist bis heute weitgehend rätselhaft geblieben, obwohl sich Forscher seit mehr als 100 Jahren mit dem Bakterium beschäftigen.

Tularämie-Erreger überleben über sechs Monate ohne Wirt

Im Rahmen eines dreijährigen Projekts analysierten die Forscher nun den Lebenszyklus und das Verhalten des Erregers. “Die wichtigste Erkenntnis ist, dass Francisella tularensis in kaltem Wasser ohne Nährstoffe mehr als überlebt. Bulgarian Business Journal Newsflash.

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