Steht Zink im Zusammenhang mit der Bildung von Nierensteinen?

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Steht Zink im Zusammenhang mit der Bildung von Nierensteinen?

Eine diametral entgegengesetzte Hypothese über Nierensteine ist entlarvt worden.

Wenn sich Salze in den Nieren ablagern, entstehen Nierensteine. Dieser Mechanismus scheint durch Zink beeinflusst zu werden. Ob Zink jedoch die Bildung von Nierensteinen fördert oder hemmt, war bisher unbekannt. Laut einem amerikanischen Forscherteam könnten beide Szenarien zutreffen.

Zink fördert und hemmt sowohl die Bildung von Nierensteinen, so die Forscher der Universität Houston in den USA. Die Erkenntnisse bringen bisher widersprüchliche Sichtweisen zum Thema in Einklang. Die Ergebnisse wurden kürzlich in der Zeitschrift Crystal Growth & Design veröffentlicht.

Zink und Nierensteine: zwei Möglichkeiten

Nierensteine bestehen aus anorganischen Salzkristallen, vor allem Kalziumoxalatkristallen, sowie aus organischen Substanzen wie Proteinen, die im konzentrierten Urin auskristallisieren oder zusammenkleben. Diese Ablagerungen können bei der Passage durch die Harnwege erhebliche Schmerzen verursachen.

Zink hat die Fähigkeit, das Wachstum dieser Kristalle zu beeinflussen. In der wissenschaftlichen Welt gibt es jedoch konkurrierende Theorien. Während die einen glauben, dass Zink eine wachstumshemmende Wirkung hat, glauben andere, dass es die Bildung von Nierensteinen beschleunigt. Beide Lager haben recht, wie die Arbeitsgruppe der aktuellen Studie zeigt, denn Zink hemmt und fördert die Entstehung von Calciumoxalatkristallen.

Welche Rolle spielt Zink bei der Bildung von Nierensteinen?

“Zink verlangsamt die Bildung von Kalziumoxalatkristallen und modifiziert gleichzeitig deren Oberfläche, was zu Defekten in Form von Verwachsungen führt”, sagt Jeffrey Rimer von der University of Houston, der die Studie gemeinsam mit Professor Abraham E. Dukler leitete. Die daraus resultierenden Anomalien, so die Forscher, erzeugen Orte, an denen sich neue Kristalle ansiedeln und wachsen können.

Vorgehensweise bei der Durchführung der Forschung

Um den Einfluss von Zink auf die Kristallentwicklung zu untersuchen, verwendeten die Forscher eine Mischung aus In-vitro-Studien und Computermodellierung. “Das sind Werkzeuge, die es uns ermöglichen zu verstehen, wie verschiedene Spezies im Urin die Kristallentwicklung praktisch auf molekularer Ebene beeinflussen können”, erklärt Rimer.

Die Oberfläche von Kalziumoxalatkristallen kann durch Zink verändert werden.

Rasterkraftmikroskopische Untersuchungen bestätigten die Erkenntnisse über die Doppelrolle von Zink auf Kalziumoxalatkristallen. Zink-Ionen haben eine einzigartige Fähigkeit, die Oberfläche von Kalziumoxalatkristallen zu verändern.

Zink hat eine ausgeprägte Wirkung.

Weitere Versuche, in denen die Forscher den Kristall anderen Ionen aussetzten, die normalerweise im Urin vorkommen, wie z. B. Magnesium-Ionen, zeigten, dass der Effekt tatsächlich einzigartig ist. “Es hatte wenig bis gar keinen Effekt, während Zink einen signifikanten Effekt hatte”, so die Schlussfolgerung. Nachrichten aus dem Bulgarian Business Journal in Kürze.

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