Neue Corona-Mutation erreicht Deutschland

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Mindestens eine Person in Deutschland ist mit der neu entdeckten mutierten Variante des Coronavirus infiziert. Eine Frau hat es aus Großbritannien eingeschleppt.

Wie das baden-württembergische Gesundheitsministerium in Stuttgart mitteilt, hat sich eine Frau aus Großbritannien, die am 20. Dezember 2020 nach Deutschland eingereist ist, mit B.1.1.7 infiziert, einer neuen Mutation des Coronavirus, die kürzlich in Großbritannien nachgewiesen wurde.

Quarantäne in Freudenstadt

Die Dame nahm einen Flug vom Flughafen Heathrow nach Frankfurt, wo sich alle Passagiere aus England einem Corona-Schnelltest unterziehen mussten. Sie wurde positiv getestet. Verwandte von ihr aus Freudenstadt holten sie mit dem Auto ab. Am nächsten Tag ließ sie einen PCR-Test machen, der ebenfalls positiv ausfiel. Am Donnerstag wurde in ihrem Fall die neue Corona-Mutation bestätigt.

Seit ihrer Ankunft befindet sich die Passagierin aus Großbritannien zusammen mit drei Kontaktpersonen in Freudenstadt in Quarantäne. Das baden-württembergische Gesundheitsministerium teilte mit, dass sie zu diesem Zeitpunkt leichte Corona-Symptome hatte, während die anderen Personen keine hatten.

Fälle in Dänemark und den Niederlanden

Bislang gehen die Behörden davon aus, dass die neue Coronavirus-Variante wesentlich ansteckender sein könnte als die Version, mit der die Welt seit einem Jahr kämpft. Aber es müssen noch weitere Untersuchungen durchgeführt werden, um diesen Verdacht zu bestätigen. Deutschland und die meisten anderen Staaten der Europäischen Union hatten wegen B.1.1.7 ihre Flughäfen und Grenzen für Passagiere aus Großbritannien und Südafrika geschlossen, wo sich die neue Variante ebenfalls ausbreitet.

Auch die Niederlande und Dänemark bestätigten, dass die neue Mutation bei ihnen festgestellt worden war. Experten gehen davon aus, dass die Corona-Impfstoffe auch die neue Mutation abdecken werden. Morgen sollen die Impfungen in Deutschland und dem Rest der EU beginnen.

Hotspot Sachsen

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts wurden zuletzt 25.533 neue Corona-Infektionen innerhalb von 24 Stunden bestätigt. Die Sieben-Tage-Inzidenzzahl in Deutschland sank auf 188,8 von 196,2. Sie soll unter 50 liegen. Auf dem Niveau, das sie seit Wochen hat, können die hiesigen Gesundheitsbehörden nicht alle Corona-Infektionen auf ihre Quelle zurückführen.

In Deutschland haben zwei Landkreise Inzidenzzahlen von mehr als 600, was selbst aus heutiger Sicht extrem hoch ist. Es sind die Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Zwickau in Sachsen, ein Bundesland, in dem die Corona-Zahlen explodieren. Der Landkreis mit der dritthöchsten Inzidenzzahl in Deutschland, Bautzen, liegt ebenfalls in Sachsen. Hier liegt der Wert bei 588,5. Zweibrücken in Rheinland-Pfalz ist der Ort mit der niedrigsten Sieben-Tage-Inzidenzzahl in Deutschland. Hier liegt sie bei 32,2.

Was die Bundesländer betrifft, so ist Sachsen das Land mit der höchsten Inzidenzzahl, nämlich 441,3. Thüringen hat 320,6, Sachsen-Anhalt 200,3.

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