Krebsforschung: Wie entstehen Metastasen und wie lassen sie sich vermeiden?

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Krebsforschung: Wie entstehen Metastasen und wie lassen sie sich vermeiden?

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Wie Immunzellen ein Auge auf inaktiv gewordene Krebszellen werfen

Das größte Risiko für das Fortschreiten einer Krebserkrankung ist die Bildung von Metastasen. Selbst wenn der Krebs als ausgerottet galt, können Jahre später Tochtergeschwülste des Elterntumors entstehen. Grund dafür ist die Wanderung sogenannter “ruhender Zellen” aus dem Ursprungstumor in andere Organe. Ein Schweizer Forscherteam erklärt, wie der Körper dafür sorgt, dass latente Krebszellen im Schlaf bleiben und warum sie gelegentlich wieder aktiv werden.

Forscher der Universität Basel fanden heraus, warum Krebsmetastasen auch Jahre nach einer wirksamen Behandlung wieder auftauchen können. Gleichzeitig legen die Erkenntnisse einen neuen Weg nahe, sie zu vermeiden. Die Ergebnisse der Studie wurden soeben in der renommierten Fachzeitschrift Nature veröffentlicht.

Krebszellen, die in den Ruhezustand übergegangen sind, sind ein besorgniserregender Keim.

Ruhende Krebszellen werden von den Forschern als eine “unheilige Saat” beschrieben, die ein Tumor im Körper hinterlassen kann. Es passiert, wenn Krebszellen aus dem Tumor in andere Gewebe wandern und in einen Ruhezustand übergehen. In diesem Zustand können sie unbemerkt eine Chemotherapie tolerieren und zu einem späteren Zeitpunkt wieder “aufwachen”. Deshalb müssen Krebspatienten auch nach einer erfolgreichen Behandlung beobachtet werden.

Warum werden Krebszellen, die geschlummert haben, wieder aktiv?

Warum latente Krebszellen wieder aktiv werden, war in der Krebsforschung bisher weitgehend unbekannt. Professor Dr. Mohamed Bentires-Alj, Leiter der Studiengruppe, fügt hinzu: “Dieser schlafende Zustand ist ein bedeutendes Zeitfenster für neue therapeutische Behandlungen, wenn die Menge der Krebszellen und ihre Heterogenität noch reguliert werden müssen.”

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