Impfung – Wird unser Leben bald wie vor Corona sein?

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Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ging am Donnerstag von einer raschen Aufnahme in diesem Land aus mit dem Ziel, “die Bevölkerung in Deutschland in Rekordzeit” impfen zu können.

Die neuesten Impfnachrichten stimmen zuversichtlich: Mit Moderna und Biontech/Pfizer haben die Hersteller bei der Europaeischen Arzneimittelagentur Ema bereits einen Zulassungsantrag fuer zwei Korona-Impfstoffe gestellt.

Die Agentur will innerhalb von Wochen über eine Empfehlung entscheiden.

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), die Impfempfehlungen für Deutschland erarbeitet, Thomas Mertens, sagt, es könne nur spekuliert werden, wann die Normalität zurückkehren werde.

Eine Entspannung macht der Virologie-Professor von mehreren Faktoren abhängig:

Sobald grünes Licht gegeben ist, könnten die Impfstoffe nach Angaben des Herstellers bereits im Dezember ausgeliefert werden.

Viele Menschen wachsen nun in der Hoffnung, dass das Leben bald wieder so sein wird wie vor Corona.

Werden also bald die Masken des Alltags fallen und das gesellschaftliche Leben wieder in Schwung kommen?

“Es wird noch lange dauern, bis wir durch die Impfung eine spürbare Veränderung des Infektionsverlaufs sehen, so dass wir sagen können, dass der Frieden zurückkehren kann”, sagte Mertens Ende Oktober den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Normalität? Das hängt von folgenden Faktoren ab
Virologe: 55 bis 60 Prozent müssten geimpft werden
Distribution als enorme Herausforderung
Wer wird uns wo impfen
Wer sollte zuerst geimpft werden?

“Etwa 60 Prozent der Bevölkerung sollten immun sein.

” Immun bedeutet, dass sie den Erreger nicht weitergeben können.

Wenn Sie etwa 100 haben.

000 Menschen pro Tag, so der Stiko-Vorsitzende, würde es 150 Tage dauern, 15 Millionen Menschen zu impfen.

Seiner Meinung nach wäre dieses Tempo bereits eine Herausforderung.

Ulrike Protzer, Chef-Virologin der TU München, geht von einer ähnlich hohen Zahl für einen umfassenden Koronaschutz aus: Rund 65 Prozent der Bevoelkerung muessten gegen das Virus immun sein, glaubt sie.

Die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, ist nach einer Umfrage der Universitaet Erfurt in Deutschland zurueckgegangen:

Allerdings ist nicht abschließend geklärt, ob auch diejenigen geimpft werden müssen, die bereits eine Koronainfektion hinter sich haben.

“Je nachdem, wie viele die Infektion hinter sich haben, bedeutet das 55 bis 60 Prozent geimpfte Personen.

“Der Professor geht derzeit davon aus, dass dies bis zum Spätherbst 2021 dauern könnte.

Im November sagten etwa 35 Prozent der Menschen hierzulande dem Meinungsforschungsinstitut Kantar, dass sie “auf jeden Fall” geimpft würden, weitere 32 Prozent hielten dies für “wahrscheinlich”.

Zuvor wird auf die komplexe Verteilung des Impfstoffs eingegangen.

“Das ist in etwa vergleichbar mit der Logistik für die Automobilindustrie”, sagt Pharmalogistiker Thomas Schnur von der Beratungsfirma Camelot MC.

Nur dass es diesmal in rund sechs Monaten aufgebaut werden musste.

“Alles muss zeitlich genau abgestimmt werden.

Schnur sieht einen möglichen Engpass im Luftverkehr: Durch den Rückgang der Passagierflüge wird weniger Fracht transportiert und verladen.

Allerdings bereiten sich Logistikunternehmen darauf vor, die Verteilung von Impfstoffen zum Beispiel mit Frachtflugzeugen sicherzustellen.

Lufthansa Cargo, die Frachttochter der Lufthansa, führt deshalb nach eigenen Angaben seit Monaten Gespräche mit Logistik- und Pharmaunternehmen.

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