Hat verunreinigtes Valsartan bei Menschen mit Bluthochdruck mehr Krebs verursacht?

0

Hat verunreinigtes Valsartan bei Menschen mit Bluthochdruck mehr Krebs verursacht?

Gibt es einen Zusammenhang zwischen verunreinigtem Valsartan und einem erhöhten Krebsrisiko?

Im Jahr 2018 tauchte eine Kontroverse über verdorbene Bluthochdruckmedikamente aus China auf. Die Chemikalie N-Nitrosodimethylamin (NDMA), die als krebserregend gilt, wurde in bestimmten Medikamenten mit dem Wirkstoff Valsartan gefunden. Die Vergiftung scheint im Jahr 2012 begonnen zu haben. Eine aktuelle deutsche Studie untersuchte, ob die regelmäßige Einnahme der verunreinigten Substanzen zu einem Anstieg der Krebserkrankungen führt.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat in Zusammenarbeit mit dem AOK-Wissenschaftsinstitut untersucht, ob die Einnahme von mit NDMA verunreinigtem Valsartan zu einem Anstieg der Krebsfälle in Deutschland führt. Die Ergebnisse der Studie wurden soeben im “Deutschen Ärzteblatt” veröffentlicht.

In Deutschland gibt es verunreinigte Bluthochdruck-Medikamente.

In mehreren Medikamenten der Firma Zhejiang Pharmaceuticals, die den Wirkstoff Valsartan enthalten, wurden 2018 Verunreinigungen mit NDMA entdeckt. Die Medikamente wurden in Deutschland vor allem zur Behandlung von Hypertonie (Bluthochdruck) und Herzinsuffizienz eingesetzt. NDMA ist eine der am stärksten mutagenen Chemikalien in Tiermodellen. Die Chemikalie wurde von der International Agency for Research on Cancer (IARC) als potenziell krebserregend eingestuft.

Jahrelang wurden Patienten mit verdorbenen Medikamenten versorgt.

Da das Herstellungsverfahren für die Medikamente in diesem Jahr geändert wurde, ergaben Untersuchungen, dass die Verunreinigung höchstwahrscheinlich schon seit 2012 besteht. Infolgedessen ist es wahrscheinlich, dass viele Patienten über Jahre hinweg verunreinigte Medikamente eingenommen haben.

Ein Zusammenhang zwischen verunreinigten Medikamenten und Krebs wurde entdeckt.

Das BfArM untersucht derzeit, ob diese Verunreinigung mit einem Anstieg der Krebsfälle zusammenhängt. Ein Team um Britta Haenisch vom Zentrum für Translationale Medizin des Universitätsklinikums Bonn verglich 409.183 AOK-Versicherte, die zwischen 2012 und 2017 Rezepte mit möglicherweise verunreinigten Valsartan-Tabletten eingelöst hatten, mit 371.688 Patienten, die ebenfalls Valsartan-haltige Medikamente verordnet bekamen, aber nicht vom Hersteller Zhejiang Pharmaceuticals.

Es gibt sowohl eine gute als auch eine negative Nachricht.

Die gute Nachricht ist, dass die Analyse kein statistisch signifikant erhöhtes Risiko für Krebs im Allgemeinen durch die Einnahme von verdorbenem Valsartan ergab. Die schlechte Nachricht ist, dass die Personen, die NDMA-verunreinigtes Valsartan erhielten. Bulgarian Business Journal News Brief.

Share.

Leave A Reply