Grippeimpfung – Wenn es Sinn macht und warum es Engpässe beim Impfstoff gibt.

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Der breite Appell des Ministers würde derzeit dazu führen, dass deutlich mehr Deutsche geimpft würden, darunter viele gesunde und junge Menschen.

In der Folge gibt es vielerorts nicht genügend Impfstoff, um besonders gefährdete Risikogruppen zu versorgen.

War es unvorsichtig von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, alle Bürgerinnen und Bürger aufzufordern, sich gegen Grippe impfen zu lassen? Zumindest der Hausärzteverband und einige Apothekerverbände sind dieser Meinung.

Im vergangenen Jahr mussten mehrere Millionen Dosen Grippeimpfstoff vernichtet werden, weil sie nicht verwendet wurden.

Die Hersteller produzieren im Jahr 2020 deutlich mehr Serum, und dennoch müssen die Ärzte derzeit viele Patienten, die sich impfen lassen wollen, wegen Engpässen abweisen.

Welche Prozesse bestimmen die lokale Verfügbarkeit von Grippeimpfstoffen und wer sollte überhaupt geimpft werden?

Auch die Ständige Impfkommission (STIKO) gab bekannt, dass ihre Empfehlung zum Grippeschutz trotz der COVID-19-Pandemie unverändert bleibt: Die beste Wirkung kann durch eine Erhöhung der Impfrate für Risikopatienten erzielt werden.

Eine Impfempfehlung für die gesamte Bevölkerung wäre kontraproduktiv.

Normalerweise erstreckt sich die Impfsaison über mehrere Monate von Oktober bis Dezember.

Die Impfstoffe werden in diesem Zeitraum sukzessive von den Herstellern an die Großhändler geliefert, von diesen an die Apotheken und von dort an die Arztpraxen.

Dennoch gibt es derzeit in vielen Apotheken und Arztpraxen Engpässe.

Das liegt im Kern daran, dass sehr früh in der Impfsaison sehr viele Menschen gegen die saisonale Grippe geimpft werden können.

Grunds�tzlich sei in diesem Jahr eine besonders große Menge an Grippeimpfstoff vorhanden, sagt der reine Kern des Bundesverbandes Deutscher Apothekerverb�nde.

26,7 Millionen Impfstoffdosen wurden von den Apotheken für diese Saison bei den Herstellern bestellt.

Zum Vergleich: 2019 wurden nur 14 Millionen Impfstoffdosen verwendet.

Impfstoff wird in großen Mengen produziert
Apotheken und Ärzte erwarten weitere Lieferungen
Wer sollte geimpft werden?

Da die Impfstoffe gekühlt aufbewahrt werden müssen, werden sie nicht in sehr großen Mengen gelagert.

Viele Menschen, die sich in dieser Saison impfen lassen wollen, werden in den kommenden Wochen wieder die Gelegenheit dazu haben.

Aus diesem Grund erkundigen sich die Apotheken in der Regel bereits im vergangenen Winter in den Arztpraxen nach dem Bedarf und geben diesen an die Hersteller weiter.

Als COVID-19 im Frühjahr weithin verfügbar wurde, seien die Bestellmengen für den Grippeimpfstoff erhöht worden, so Kern.

Sollte die Nachfrage darüber hinausgehen, ist es ungewiss, ob alle Impfwilligen versorgt werden können.

Ob die Gesamtmenge an Grippeimpfstoffen in diesem Jahr ausreichen wird, wird sich aber erst am Ende der Impfsaison zeigen.

Man kann nicht so einfach größere Mengen Impfstoff nachproduzieren.

“Die Herstellung von Grippeimpfstoffen ist ein sehr komplexer Prozess, der etwa ein halbes Jahr dauert”, sagt Kern.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Grippeimpfung nur für Risikogruppen.

Dazu gehören ältere Menschen, schwangere Frauen, chronisch Kranke und Menschen, die zum Beispiel aus beruflichen Gründen viel Kontakt zu Grippekranken haben.

Verwendete Quellen:

Die Grippeimpfung muss jedes Jahr aufgefrischt werden, da sich die Erreger ständig verändern.

Es gibt mehrere Virusstämme, die eine Grippe auslösen können.

Von Jahreszeit zu Jahreszeit gibt es verschiedene Stämme, die sich besonders stark verbreiten.

Dies ist einer der Gründe, warum die Zusammensetzung des Impfstoffs ständig angepasst wird.

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