Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem COVID-19-Risiko und Vitamin D?

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Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem COVID-19-Risiko und Vitamin D?

Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel erhöht nicht das Risiko für COVID-19.

Seit Beginn der Pandemie wurde viel über mögliche Zusammenhänge zwischen Vitamin-D-Spiegeln und COVID-19-Risiko diskutiert, und das nicht nur unter Fachleuten. Eine große Kohortenstudie ist nun zu dem Schluss gekommen, dass ein niedriger Vitamin-D-Spiegel im Blut das Auftreten von COVID-19 nicht erhöht. Ein Zusammenhang scheint somit ausgeschlossen.

Erst kürzlich hat das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) seine Position zu wahrscheinlichen Zusammenhängen zwischen Vitamin D und COVID-19 modifiziert und geht davon aus, dass niedrige Vitamin-D-Spiegel das Risiko für COVID-19 erhöhen könnten. Gleichzeitig gab das BfR zu bedenken, dass der Zusammenhang noch nicht schlüssig nachgewiesen ist. Niedrige Vitamin-D-Spiegel hatten dagegen keinen Einfluss auf das Erkrankungsrisiko, so eine neue Studie, die im “JAMA Network Open” veröffentlicht wurde.

Vitamin-D-Spiegel sind häufig unzureichend.

Die Forscher untersuchten mögliche Zusammenhänge zwischen dem Vitamin-D-Spiegel im Blutserum und dem Krankheitsrisiko in einer Kohortenstudie mit 18.148 Personen, die ihren Vitamin-D-Spiegel vor und während der COVID-19-Pandemie messen ließen und im Rahmen eines Screening-Programms zwischen August und November 2020 auf SARS-CoV-2 getestet wurden.

Eine SARS-CoV-2-Infektion wurde bei 900 (fünf Prozent) der Teilnehmer entdeckt, die im Alter von 37 bis 56 Jahren variierten. 67,1 Prozent der Personen waren Frauen. Der Vitamin-D-Spiegel vor der Pandemie lag bei 10.876 Teilnehmern (59,9 Prozent) unter 30 ng/ml, bei 4.498 Personen (24,8 Prozent) unter 20 ng/ml.

Andere Risikovariablen waren signifikant.

Zunächst schienen niedrige Vitamin-D-Spiegel mit positiven SARS-CoV-2-Testergebnissen in Verbindung zu stehen, aber als potenziell verwirrende Faktoren wie Alter, Geschlecht, Rasse/ethnische Zugehörigkeit, Bildung, BMI, Blutdruck, Raucherstatus und geografische Lage berücksichtigt wurden, stellte sich heraus, dass die Vitamin-D-Spiegel in keinem Zusammenhang mit der SARS-CoV-2-Seropositivität standen.

Es besteht kein Einfluss auf das Erkrankungsrisiko.

Den Ergebnissen zufolge waren Vitamin-D-Spiegel unter 20 ng/ml vor oder während der Pandemie nicht mit dem Erkrankungsrisiko verbunden, und dasselbe galt für Vitamin-D-Spiegel unter 30 ng/ml vor oder während der Pandemie. Folglich sind niedrige Vitamin-D-Spiegel kein Risikofaktor für eine COVID-19-Infektion.

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