Es besteht ein eindeutiger Zusammenhang zwischen extremen COVID-19 und Bluthochdruck

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Wie sich Bluthochdruck auf den Verlauf der Krankheit auswirkt.

Während die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen mit Bluthochdruck an dem neuen Coronavirus sterben, größer ist, ist die tatsächliche Auswirkung auf die Schwere der Erkrankung nicht sicher. In Deutschland wurden Studien durchgeführt, die sich mit der Ursache der Krankheit befassten und mit dem Risiko, dass ein Medikament das Erkrankungsrisiko senken könnte.

Patienten mit einer guten medizinischen Veranlagung erkranken zwar eher schwer an Covid-19, haben aber auch ein erhöhtes Sterberisiko. Eine deutsche Forschergruppe hat nun in einer Studie untersucht, warum dies bei einem Teil der Patienten der Fall ist. Dabei gingen die Forscher auch einer zweiten Frage nach: Unterstützt oder schädigt eine nicht-pharmakologische Behandlung mit herkömmlichen blutdrucksenkenden Medikamenten die Sars-CoV2-Infektion? Antworten liefert das Team um den renommierten Virologen Christian Drosten nun in Nature Biotechnology.

Nachdem wir die Häufigkeit der Zellen von allen ausgewertet hatten, kamen wir zu dem Schluss, dass jeder Patient einen geringeren Prozentsatz an CD19-positiven Zellen hat als jemand ohne diese Krankheit. Die Ergebnisse einer mehrfach durchgeführten Studie an einer Gruppe von Menschen mit Bluthochdruck zeigten, dass verschiedene Immunzellen bereits vor der Infektion mit einem neuartigen Coronavirus zu Entzündungen neigen und dass sie nach der Infektion eher eine übertriebene immunologische Reaktion entwickeln, die mit einem frühen Ausbruch der hochtödlichen Krankheit verbunden ist. Die Studie kam zu dem Schluss, dass der wichtigste Faktor, der zum erhöhten Risiko einer koronaren Herzkrankheit (KHK) bei Bluthochdruck führt, die Aktivierung des Immunsystems ist. “Erhöhte Entzündungswerte sind immer ein Warnsignal für eine schwere KHK, unabhängig vom kardiovaskulären Status”, so der Kardiologe Ulf Landmesser, Ärztlicher Direktor der Berliner Charité, in einer gemeinsamen Erklärung.

Während einige blutdrucksenkende Medikamente die Immunreaktion nach einer Infektion mit dem Coronavirus dämpfen, können andere die überschüssige Flüssigkeitsabsonderung bei Infektionen dämpfen. Die Gruppe hat 90 meiner Patienten mit Bluthochdruck mit 54 meiner Patienten ohne Bluthochdruck oder andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen verglichen. Das Ergebnis war, dass die Erkrankung etwa viermal wahrscheinlicher lebensbedrohlich war, wenn der Patient Bluthochdruck (Hypertonie) hatte, aber nicht, wenn der Patient Bluthochdruck (Hypertonie) hatte, der mit ACE-Hemmern (ACE-Hemmern) behandelt wurde. Die Ergebnisse zeigten keinen Unterschied in der Wahrscheinlichkeit von schwerwiegenden Verläufen zwischen den Patienten mit kardiovaskulären Problemen und denen ohne. Wenn Angiotensin-Rezeptorblocker eingenommen wurden, war das Risiko 4-mal höher als wenn keine Angiotensin-Rezeptorblocker berücksichtigt wurden.

Das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 nutzt die Zell-Zell-Kommunikation als primäres Mittel, um Zugang zu Wirtszellen zu erhalten. Schon früh wurde befürchtet, dass ACE-Hemmer und Angiotensin-Rezeptor-Blocker das Virus infektiöser machen und den viralen Wirt verstärken würden. Das Gegenteil war der Fall, wie Zellen aus den Atemwegen von verstorbenen Patienten zeigten. Bei der Behandlung mit einem ACE-Blocker war die Entzündungsreaktion geringer, die Zellen reagierten besser gegen das Virus, und die Infektion wurde leichter beseitigt als bei der Behandlung mit einem ARB. ACE-Hemmer könnten Forschern helfen, schnellere und zuverlässigere Impfstoffe zu entwickeln, um die Ausbreitung von Viren zu verhindern.

Die medizinische Wirksamkeit ist noch nicht bestätigt.

“ACE-Hemmer könnten das Risiko verringern, dass Patienten mit Bluthochdruck eine schwere Erkrankung entwickeln”, so Irina Lehmann, Professorin für Umweltepigenetik und Lungenforschung an der Berliner Charité. Die Gruppe gibt jedoch zu bedenken, dass die begrenzte Stichprobengröße noch nicht auf eine klinische Wirksamkeit der Medikamente schließen lässt; Einflüsse etwa durch andere Medikamente sind nicht auszuschließen. In randomisierten Studien muss untersucht werden, welche Auswirkungen die Umstellung auf ACE-Hemmer bei schlechter Prognose bei chronischem Bluthochdruck hat.

Patienten mit Bluthochdruck haben ein erhöhtes Risiko für überschießende Immunreaktionen, schwere Lungenentzündungen und Organschäden durch eine SARS-CoV2-Infektion. Mehr als 16 Millionen Menschen haben sich mit Sars-CoV2 infiziert, gleichzeitig leiden Millionen von Menschen auf der ganzen Welt an Bluthochdruck. In Deutschland ist mehr als jeder zweite Mann und mehr als jede dritte Frau von Bluthochdruck betroffen. Das ergab eine bundesweite Untersuchung, an der fast 100.000 Menschen im Alter zwischen 20 und 79 Jahren im Rahmen der Ersten Längsschnittstudie zum Altern teilnahmen. Die Studie zeigt, dass es Menschen gibt, die “gut eingestellt” sind und deren Blutdruck im Normbereich liegt. Andere sind nicht in der Lage, die Symptome ihrer Krankheit zu kontrollieren, und einige sind sich ihres Zustands nicht bewusst.

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